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ÖAK 2. Quartal 2001: Die aktuellen Auflagenzahlen

Presse, Standard und Wirtschaftsblatt befinden sich im Abo-Boom - Spezialverkauf am Magazinsektor nimmt zu.

Eines zeigen die jüngsten Zahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) bereits auf den ersten Blick. Während die Qualitätszeitungen Presse, Standard und WirtschaftsBlatt ein gestiegenes Abonnentenvolumen aufweisen, nimmt der Spezialverkauf im Magazinsektor deutlich zu. Zur Erinnerung: dem Spezialverkauf werden in der ÖAK neu u.a. jene Abos zugeordnet, bei denen der Preis der Zugabe den des Abonnements übersteigt, jedoch bei maximal 150 Prozent des Wertes liegt.



Zu den Ergebnissen im Detail:

Der Standard legt bei den Abos von 37.510 im ersten Quartal auf 39.063 Exemplare im 2. Quartal zu. Auch Die Presse konnte rund 1.000 neue Abonnenten lukrieren. Das WirtschaftsBlatt konnte seine Abo-Zahl von 22.332 auf 23.297 Hefte steigern. Nur geringfügig rückläufig ist die Tendenz sowohl in der Verkauften als auch in der Abonnierten Auflage bei der Kleinen Zeitung, bei Kurier, VN und NVT, OÖN und Tiroler Tageszeitung. Die Neue Kronen Zeitung fiel in der Verkauften Auflage vom ersten auf das zweite Quartal um rund 20.000 Exemplare zurück und hält bei immerhin noch 867.569 Stück. Die SN weist eine Verkaufte Auflage von 74.768 Exemplaren (gegenüber 82.234 im ersten Quartal aus).

Tele und TV Woche stagnieren in ihrer Verbreitung bzw. im Verkauf an ÖAK-Trägerobjekte.



Nachdem im Vorfeld der Verlautbarung des 2. Quartals 2001 aus der News-Verlagsgruppe kritische Töne gegenüber den Auflagenzahlen laut geworden sind (insbesondere die neuen Zuordnungskriterien im Abo-Bereich würden Tageszeitungen mit einer höheren Erscheinungsfrequenz gegenüber Magazinen bevorzugen), scheint nun das eingetreten zu sein, was damals Grundlage der Befürchtung war. Deutlich zeigt sich dies bei News: während die Abo-Auflage in der Quartals-Zeitreihe von 138.036 auf 127.997 Exemplare zurückgegangen ist, explodierte der Spezialverkauf von 52.195 auf 78.880 Hefte. Ein ähnliches Bild weist Format auf: einem Abo-Rückgang von 47.591 auf 45.931 Exemplaren steht ein Anstieg des Spezialverkaufs von 21.682 auf 25.551 Heften gegenüber. Der Abo-Rückgang bei tv-media (von 153.095 auf 147.520 Exemplaren) ist hingegen nicht nennenswert in den Spezialverkauf gewandert. Abo-Zuwächse verzeichnen nur e-media, profil und die Sportwoche, die mit nunmehr 25.558 Exemplaren im übrigen das größte Plus in diesem Segment einfahren konnte. Und während der Gewinn trotz Verlusten in der Verkauften und Abonnierten Auflage seine Spitzenposition bei den Wirtschaftsmagazinen behaupten konnte (der trend konnte seine Auflagenzahlen im wesentlichen halten), bestätigt sich der Konsolidierungskurs bei Wiener und Wienerin. Erstmals bei den Wochenmagazinen ausgewiesen ist die Ganze Woche. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern wird sie hauptsächlich über den Einzelverkauf vertrieben - 327.828 einzel verkauften Heften stehen 34.622 Abos gegenüber - womit Die Ganze Woche das mit Abstand größte Wochenmagazin des Landes ist.



Eine ausführliche Darstellung des 2. Quartals 2001 lesen Sie in Horizont 35 vom 31. August 2001. (spr)

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