Ö1 und FM4 wollen im Funkhaus bleiben
 

Ö1 und FM4 wollen im Funkhaus bleiben

APA
Offener Brief fordert erneute Prüfung des Standort-Konzepts
Offener Brief fordert erneute Prüfung des Standort-Konzepts

Die Belegschaft von Ö1 und FM4 hat sich am Donnerstag einmal mehr für den Verbleib im Wiener Funkhaus ausgesprochen. Anlass war die Sitzung des ORF-Stiftungsrats.

Ausnahmsweise tagte der ORF-Stiftungsrat am ORF-Standort in der Wiener Argentinierstraße. Die Räte erhielten einen Offenen Brief von Mitarbeitern und der IG Funkhaus Wien, in dem eine erneute Evaluierung der Umzugspläne gefordert wurde.

Der ORF plant, den Hauptsitz am Küniglberg zum zentralen Standort für fast alle Redaktionen umzubauen. Da aber Radio Wien im 4. Wiener Gemeindebezirk verbleiben und der ORF dort Fläche behalten wird, plädieren Mitarbeiter sowie die von Prominenten unterstützte IG Funkhaus dafür, auch Ö1 und FM4 dort zu belassen. Der ORF würde so Kosten sparen und die "Eigenständigkeit und Qualität von Ö1 und FM4 werden gesichert", wird in dem Schreiben argumentiert.

Die Stiftungsräte wurden ersucht, "eine neue Wirtschaftlichkeitsanalyse einzufordern", um zu klären, "wie viel Geld gespart wird, wenn der ORF die nötige Fläche für Ö1 und FM4 im Funkhaus selbst behält". Mit diesem Appell wandten sich am Donnerstag zahlreiche Mitarbeiter vor der Sitzung auch persönlich an die Räte und konfrontierten zudem ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz mit dem Offenen Brief. Ebenfalls erschienen waren bekannte Persönlichkeiten aus dem kulturellen Leben, etwa die Regisseurin Ruth Beckermann und der Autor Robert Menasse.
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