Ö1-Programmreform kommt vorerst nicht
 

Ö1-Programmreform kommt vorerst nicht

Grund dafür ist die noch immer ungeklärte Führungs- und Organisationsstruktur des Kultur- und Informationsradios des ORF

Die ursprünglich rund um den Schulstart geplante Ö1-Programmreform kommt vorerst nicht. Grund dafür ist die noch immer ungeklärte Führungs- und Organisationsstruktur des Kultur- und Informationsradios des ORF.

Während etwa die kürzlich getroffene Entscheidung für einen neuen Chefredakteur im Landesstudio Niederösterreich von der Ausschreibung bis zur Bestellung nur gute neun Wochen brauchte, dauert es in Sachen Ö1-Chef nun bereits über 18 Monate. Seit dem Abschied von Bettina Roither im März 2014 wird der Sender interimistisch von Literatur- und Hörspielchef Peter Klein geführt. Eine fixe Bestellung steht nach wie vor aus. Die von Radiodirektor Karl Amon beabsichtigte Ernennung Kleins - sie liegt seit Mai 2014 auf dem Tisch - wurde von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz nicht umgesetzt.

Der ORF-Chef kündigte im Herbst vergangenen Jahres vor dem Hintergrund der Umstrukturierung zum Channel Management eine Neuausschreibung an. Im Dezember sorgte dann ein Schreiben Kleins an ORF-Geschäftsführung und ORF-Stiftungsrat, in dem Klein wegen der geplanten Zusammenführung der Wiener ORF-Standorte am Küniglberg vor einer Gefährdung der Senderidentität von Ö1 gewarnt hatte, für Irritationen im ORF-Management sowie im obersten ORF-Gremium.

Zur Einführung des Channel Managements bei Ö1 und der Neuausschreibung der Ö1-Leitung kam es seither nicht. Nun wurde wegen der ausstehenden Organisations- und Personalentscheidung auch die von Amon für September bzw. Oktober avisierte Ö1-Programmreform vertagt.
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