Ö1-Chefin Roither nimmt Handshake-Angebot an ...
 

Ö1-Chefin Roither nimmt Handshake-Angebot an und verlässt den Sender

Ab 1. März 2014 nicht mehr für den ORF tätig - "Aus rein privaten Gründen" zu diesem Schritt entschieden

Ö1-Chefin Bettina Roither verlässt den ORF mit 1. März 2014. Ihre Mitarbeiter beim Kulturradio hat Roither (54) am Dienstagnachmittag darüber informiert, dass sie "nach langer und reiflicher Überlegung" das Handshake-Angebot des ORF annehmen wird, wie sie der APA sagte. Über künftige Tätigkeiten könne sie derzeit noch nichts sagen, "dass werde ich mir erst genauer anschauen müssen".

Gegenüber den Ö1-Mitarbeitern hielt Roither in einem Schreiben fest, dass sie diese über das Angebot gerne "zu einem selbstbestimmten Zeitpunkt, nämlich Anfang Dezember", aufgeklärt hätte und sie "keineswegs beabsichtigt" hatte, dass sie es aus den Medien erfahren sollten. "Ich habe mich - aus rein privaten Gründen - entschieden, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen und werde ab 1. März nicht mehr im ORF arbeiten." Niemand beim Sender hätte sie "auch nur ansatzweise dazu gedrängt", das Angebot anzunehmen.

Roither, die am 6. Februar 1959 in Steyr geboren wurde, begann ihre ORF-Karriere 1986 als freie Mitarbeiterin in der Radio-Kulturredaktion. Im folgenden Jahr wechselte sie in die Hauptabteilung Information. Anfang der 1990er-Jahre wurde Roither Mitarbeiterin im Ressort Außenpolitik und von September 1992 bis Oktober 1993 war sie als Korrespondentin im ORF-Büro in Bonn sowohl für Fernsehen und Radio tätig. Anschließend war sie drei Monate beim "Auslandsreport" des Fernsehens. Nachdem sie 1994 in die Radio-Auslandsredaktion zurückkehrte, wurde sie 1995 Ressortleiterin Ausland der Radio-Information und im Februar 2007 zur Radio-Chefredakteurin im ORF bestellt, bevor sie im Sommer 2010 die Nachfolge von Alfred Treiber angetreten ist und Senderchefin des Kulturradios wurde.

(APA)
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