Oberhauser abgewählt
 

Oberhauser abgewählt

ORF-Informationsdirektor ist am Donnerstag vom obersten Aufsichtsgremium des öffentlich-rechtlichen Senders abgewählt worden.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hatte einen Abwahlantrag gegen Oberhauser gestellt, nachdem dieser in einem ORF-internen Mail die Bestellung von Fritz Dittlbacher zum TV-Chefredakteur kritisiert und SPÖ-Einflussnahme um die Entscheidung geortet hatte. Wrabetz sah deshalb das Vertrauensverhältnis der beiden ORF-Manager gestört.

Im 35-köpfigen ORF-Stiftungsrat stimmten am Donnerstag 18 Vertreter für die Abwahl des Informationsdirektors, sechs enthielten sich des Votums, 11 Stiftungsräte gaben Oberhauser Rückendeckung und sprachen sich gegen die Ablöse aus.

Im Mediengetümmel vor dem Stiftungsratssitzungssaal meinte Oberhauser nur: "Ich hab's mir nicht ausgesucht." Ansonsten wollte der Informationsdirektor keinen Kommentar zur Causa abgeben. Oberhauser hat sich vor dem Stiftungsrat eine Anhörung ausbedungen.

(Quelle: APA)
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