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NR-Wahl: ÖVP kündigt nach Enthüllungen Inseratenaufträge bei "News"

Nach Bericht des Magazins über angebliche illegale Parteispenden - ÖVP-Generalsekretär Rauch wollte einen Zusammenhang nicht kommentieren

Nach einem Bericht von "News" über angebliche illegale Parteispenden an die ÖVP im Rahmen der Telekom-Affäre hat die Volkspartei nun ihre Inseratenaufträge beim Magazin gekündigt. Das berichtet "News" in der aktuellen Ausgabe und zeigt ein ganzseitiges Faksimile, das die Kündigung eines Inserates einen Tag nach Veröffentlichung des Artikels in der Vorwoche belegen soll. ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch wollte einen Zusammenhang zwischen Storno und der "News"-Berichterstattung nicht kommentieren. "Die Entscheidung, wann wir wo inserieren, trifft immer der Auftraggeber", sagte er nur auf APA-Anfrage.

"Wir haben, das ist ja bekannt, ein sehr sparsames Inserate-Budget", erklärte Rauch. "Und wir haben immer gesagt, wir brauchen in den letzten Wochen des Wahlkampfs die notwendige Flexibilität." So könne man eben kurzfristig umdisponieren, um Zielgruppen zu erreichen. Es sei also eine "strategische Entscheidung, wann und wo man den werblichen Fokus setzt. Das muss in die Wahlkampfplanung hineinpassen". Eine Beurteilung, ob die Berichterstattung in "News" für die ÖVP "positiv oder negativ ist, steht mir als Generalsekretär nicht zu", so Rauch weiter. In Österreich bestehe Pressefreiheit, und "jeder kann schreiben was er will".

"News" hatte berichtet, dass 2005 und 2006 mittels Scheinrechnungen Gelder von der Telekom, aber auch von den Lotterien und der Raiffeisen Oberösterreich an die Agentur Mediaselect geflossen seien, die in weiterer Folge für ÖVP-Kampagnen verwendet worden sein sollen. Rauch hatte dazu in einer ersten Reaktion in der Vorwoche von einem "Sammelsurium altbekannter Vorwürfe" gesprochen und versichert, dass die ÖVP an der Aufarbeitung der Vergangenheit interessiert sei und gegebenenfalls zu Unrecht geflossenes Geld zurückzahlen würde.

(APA)
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