NÖ Pressehaus: Wechsel bei 'NÖN' und 'BVZ': W...
 
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Wechsel bei 'NÖN' und 'BVZ': Walterskirchen nicht mehr Herausgeberin

Punz/APA
Gudula Walterskirchen gibt ihre Funktion als "NÖN"-Herausgeberin nach fünf Jahren ab.
Gudula Walterskirchen gibt ihre Funktion als "NÖN"-Herausgeberin nach fünf Jahren ab.

Sonja Planitzer und Herbert Binder folgen Gudula Walterskirchen nach. Laut 'Kurier' sei die kritische Corona-Linie der Ex-Herausgeberin Grund für die Ablöse gewesen, bei 'NÖN' und 'BVZ dementiert man das deutlich. Die beiden Zeitungen planen indes einen umfangreichen Relaunch ab 12. Oktober.

Das NÖ Pressehaus mit den Medienmarken "Niederösterreichische Nachrichten" ("NÖN") und "Burgenländische Volkszeitung" ("BVZ") hat zwei neue Herausgeber. Mit Sonja Planitzer und Herbert Binder folgen nach Angaben vom Freitag langjährige Mitglieder des Pressvereins in der Diözese St. Pölten auf Gudula Walterskirchen, die die Funktion fünf Jahre lang innehatte.


Planitzer leitet seit April 2016 die Kirchenzeitung der Diözese St. Pölten, "Kirche bunt". Den "NÖN" ist sie bereits rund 30 Jahre verbunden, u.a. als mehrjährige EU-Korrespondentin in Brüssel. Binder war über 32 Jahre hinweg Geschäftsführer der NÖ Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft.

Mit dem Titel "Herausgeberin gefeuert" bereichtete der "Kurier" am Freitag zunächst, dass Walterskirchens kritische Corona-Linie Hintergrund der Neubesetzung gewesen sei. Walterskirchen hatte demnach zuletzt immer wieder das Impfen infrage gestellt. Nicht nur in ihren Medien, sondern auch bei TV-Sendungen. Diese Linie hätte bereits seit Wochen für Verstimmung gesorgt. Noch dazu, so der "Kurier", soll sie versucht haben, ihre Corona-Linie in der "NÖN" und "BVZ" gegen die Intention der Redaktion durchsetzen. Von Seiten der NÖN dementiert man das gegenüber HORIZONT deutlich. Von "gefeuert" oder "abgesetzt" könne keine Rede sein, Walterskirchen bleibe schließlich Obfrau des Pressevereins in der Diözese St.Pölten.

Relaunch und Werbe-Kampagne

Als Herausgeberin habe sie in den vergangenen Monaten "aktiv einen umfangreichen Relaunchprozess unterstützt", betont man  darüberhinaus in einer Aussendung. Dieser soll ab dem 12. Oktober bei "NÖN" und "BVZ" zum Tragen kommen - u.a. mit Neuerungen in Sachen Printlayout und Online-Auftritt, neuen Rubriken sowie einer groß angelegten Werbekampagne. 

Das NÖ Pressehaus ist nach eigenen Angaben das führende Medienhaus in Niederösterreich und hat mit seinen Medienmarken "NÖN" und "BVZ" insgesamt 200 angestellte und etwa 320 freie Mitarbeiter. Die NÖ Pressehaus Druck- und Verlags-GesmbH steht im Eigentum des Bistums St. Pölten (54 Prozent), des Pressvereins (26 Prozent) und der Raiffeisen Holding NÖ-Wien (20 Prozent).


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