Nicht stillos
 

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Von A wie Ackermann, Titus bis Z wie zwei:null, von Acryl bis Zeichnung versammelt der Band "Freistil" eine bunte Vielfalt Illustratoren und Techniken.

Von A wie Ackermann, Titus bis Z wie zwei:null, von Acryl bis Zeichnung versammelt der Band "Freistil" eine bunte Vielfalt Illustratoren und Techniken. Nach dem Bilderrauschen aus den Fotoarchiven würden wir nun ein Revival der Illustration erleben, meint Herausgeberin Raban Ruddigkeit, die für das erste Jahrbuch für Illustratoren im deutschsprachigen Raum 175 Illustratoren und Zeichner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz versammelt hat und deren Arbeiten auf 478 Seiten vorstellt. Das Spektrum der Arbeiten reicht von der simplen Strichzeichnung bis zur Collage. Neben den Illustrationsbeispielen bietet "Freistil" auch ein Porträt von Klaus Voormann, dem legendären Designer des Beatles-Albums "Revolver", ein Interview mit Klaus Mai (KM/), einen Essay von Edith Arnold über die Rolle der Illustration in der Mode und einiges mehr. "Freistil" präsentiert sich als ein ideales Nachschlagewerk für Art Buyer. Eines der vielen gut gemachten Bücher aus dem Mainzer Hermann Schmidt Verlag zum Thema Werbung, Grafik und Kommunikation. "Freistil" ist nicht nur ein optisches Vergnügen, sondern auch die Haptik des Bandes begeistert – zum einen die in Hochglanz gehaltenen Vorder- und Rückseite mit ihrem Hologramm-Effket, zum anderen wurde auf einen Buchrücken verzichtet. "Freistil" präsentiert sich so mit nacktem Buchrücken, gibt dafür den Blick auf die in den Regenbogen-Farben gehaltenen einzelnen Bögen frei. Lediglich der Umfang des Werkes sorgt dafür, dass es nicht ganz locker in der Hand liegt. Allerdings handelt es sich bei "Freistil" ohnedies um kein Werk, dass man sich zum Schmöckern an den Strand mitnimmt.

raban ruddigkeit (hrsg.) "Freistil – Best of German Commercial Illustration" Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2003, 478 Seiten, 41 Euro, ISBN 3-87439-621-5

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