Nicht "Old" oder "New", sondern "Smart"
 

Nicht "Old" oder "New", sondern "Smart"

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Viel wurde in den letzten Wochen und Monaten über die New Ecomony geschrieben: Zuerst, dass sie alles bisher Dagewesene verändern wird, dann, dass sie dem Untergang geweiht, und nun, dass sie ein am Weg der Besserung befindlicher Patient sei. Aber das Din...

Viel wurde in den letzten Wochen und Monaten über die New Ecomony geschrieben: Zuerst, dass sie alles bisher Dagewesene verändern wird, dann, dass sie dem Untergang geweiht, und nun, dass sie ein am Weg der Besserung befindlicher Patient sei. Aber das Ding nennt sich nun nicht mehr New Economy, sondern Smart Economy und die dazugehörige Wirtschaftsform Smart Capitalism. Wie es sich für einen Zukunftsforscher gehört, ist Matthias Horx (www.zukunftsinstitut.de) den Entwicklungen wieder um einen Halbschritt voraus: "Der atemberaubende Dot.com-Boom und der spektakuläre Absturz an den Börsen ist nichts anderes als die begleitende Turbulenz eines Epochenübergangs." Wenn man Horx Glauben schenken darf, dann verabschiedet sich das Industriezeitalter gerade mit wilden Zuckungen, während das Wissenszeitalter seinen Lauf nimmt. Ausgehend von aktuellen Trends, hat Horx zu ergründen versucht, welche Unternehmen die Nase vorn haben werden und welche Humanressourcen in der Smart Economy gefragt sein werden. "Smart Capitalism" will aufzeigen, dass - auf das Individuum heruntergebrochen - die Grenzen zwischen Berufsleben und Privatsphäre immer mehr verschwimmen und dass unser Leben komplexer und anstrengender, aber parallel dazu auch immer selbstbestimmter wird. Der optimistisch stimmende Untertitel des neuen Horx-Buchs lautet: "Das Ende der Ausbeutung".



Matthias Horx: "Smart Capitalism", Eichborn Verlag, Frankfurt/Main 2001, 224 Seiten, 321 Schilling, ISBN 3821816643


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