New York City am Flughafen Wien
 

New York City am Flughafen Wien

Ars Electronica, AUA und Lois Lammerhuber zeigen Gigapixelbild von New York am Wiener Flughafen.

"From Austria to the World" - unter diesem Motto setzt die Austrian Star Alliance am Check-in 3 im neuen Skylink New York in Szene.  Eine meterhohe Wand aus Screens überspannt hier die Ein- und Durchgänge zur Sicherheitskontrolle. Diese hochauflösende Bildwand bestehend aus mehreren Würfeln, die insgesamt 15x9 Meter groß ist, wird nun mit fünf Gigapixelbildern von New York City, die als Film ablaufen, bestrahlt.

Die Bilder wurden vom mehrfach preisgekrönten Fotografen Lois Lammerhuber mit einem überdimensionalen Objektiv vom 61. Stock des Rockefeller Centers geschossen -  die Software für die besondere Kamerafahrt durch Manhattan entwickelte die Ars Electronica Linz.

"Es ist eine neuralgische Stelle, ein Punkt großer Aufmerksamkeit, hier beim Check-in, wo man von der realen Welt in einen besonderen Zeitraum übergeht, bis man diesen bei seiner Ankunft an einem neuen Ort, in einem neuen Land wieder verlässt", findet Gerfried Stocker, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Ars Electronica Centers, und leitet so zur erstmaligen öffentlichen Präsentation des Bildes über, das mit 250 Megapixel (Anmerkung: Die Auflösung eines Handyfotos beträgt zwischen fünf und acht Megapixel) geshootet wurde.

"Zuerst einmal hieß es für uns warten", lacht Lois Lammerhuber, der am Tag der Premiere am Flughafen Wien, am 28. Mai, auch gleich seinen Geburtstag feierte. Von November bis zum 22. März. Denn erst an diesem Tag gab ZAMG-Direktor Michael Staudinger das Go für den Abflug in die USA - die Wetterbedingungen waren für das rekordverdächtige Fotoshooting, das bis auf 18 Kilometern scharfe Bilder liefern sollte, entscheidend.

Nun wird neben der interaktiven Kunstinstallation „ZeitRaum“, ebenfalls aus dem Futurelab der Ars Electronica, ebenso außergewöhnlich "From Vienna to the World" inszeniert. Genutzt wird die hochwertige Form der Werbung von den Austrian Airlines, deren Logo und Werbung geschickt in das Bild der "Stadt, die niemals schläft", eingearbeitet wurde. Chicago, das bei der AUA erst seit kurzem wieder angeflogen wird, könnte die nächste Stadt im Gigapixel-Format sein.

Der Flughafen Wien freut sich, seinen Hauptkunden gewonnen zu haben. "Eine außergewöhnliche Werbeform", wird immer wieder betont, "die wirkt". Denn immerhin durchwandern beim Check-in 3 täglich rund 30.000 bis 40.000 Passagiere die Bildwand.Man sucht nach weiteren interessierten Partnern für "außergewöhnliche Projekte".

Um auf dieser Fotowand Gigapixelbilder zeigen zu können, sind 60 Server, eine Prozessorleistung von 720 Gigahertz und die von Ars Electronica eigens entwickelte Software nötig. Letztere zerlegte die hochaufgelösten Bilder in winzig kleine Schnipsel, verteilt sie auf die Server und machte dadurch die bis ins Detail scharfe Abbildung erst möglich.

Die Fahrt beginnt mit einem Blick hinunter in die Häuserschluchten von Manhattan, schwenkt nach oben und eröffnet ein Panorama der Stadt, zeigt das Empire State Building in Nahaufnahme und die Freiheitsstatue in der Ferne. Die Lichtstimmung des Vormittags wechselt dabei in jene des Nachmittags und geht schließlich in den Abend und die Nacht über. Dafür wurden an zwei Tagen von Lammerhuber und sein Technical Advisor Martin Ackerl rund 2.600 Fotos gemacht.

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