Neues Lizenzmodell für Software
 

Neues Lizenzmodell für Software

US-Forschungsinstitut will mit neuer Software-Lizenzierung eine Brücke zwischen kostenpflichtiger, proprietärer und kostenloser Open-Source-Software schlagen.

Der tiefe Graben zwischen der OpenSource-Community einerseits und der Firmen, die so wie etwa Microsoft ihr Hauptgeschäft mit Software machen, andererseits könnte nun mit einer Art Kompromisslösung überbrückt werden. So hat das US-Forschungsinstitut Center of Open Source and Government kürzlich ein neuartiges Modell der Software-Lizenzierung vorgestellt, dass die Vorteile der beiden Lager in sich vereinen soll. Mit dem "Open Source Threshold Escrow Program (O-Step)" können Entwickler ihre Produkt in klingende Münze umwandeln – obwohl sie ihren Programmcode der OpenSource-Community zur Verfügung stellen. Funktionieren soll das Programm wie folgt: Ein Entwickler setzt eine Summe fest, die er mit seiner neuen Software verdienen möchte. Der Quellcode für diese Software wird danach treuhänderisch hinterlegt. Sobald das finanzielle Limit erreicht ist, wird der Code der OpenSource-Gemeinde zur Verfügung gestellt. Damit sollen auch jene Entwickler entlohnt werden, die ihre Dienste der OpenSource-Community bisher gratis zur Verfügung gestellt haben. Vorgestellt wurde O-Step auf der Konferenz "Open Standards/Open Source für National and Local E-Government Programs in the US and EU", die am 19. März in Washington zu Ende ging.

(rs)

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