Neues Förderprogramm für Experimentalfilme
 

Neues Förderprogramm für Experimentalfilme

Im Rahmen der ORF III-Reihe "Artist in Residence" werden zwölf neue innovative multimediale Filmprojekte finanziert. Für die Produktion stellen Bundeskanzleramt und ORF Förderungen in Höhe von 144.000 Euro zur Verfügung

Das Bundeskanzleramt und der ORF kooperieren bei der Förderung experimenteller Film- und Fernsehkunst. Im Rahmen der 2013 etablierten ORF III-Reihe "Artist in Residence" werden zwölf neue innovative multimediale Filmprojekte finanziert. Für die Produktion stellen Bundeskanzleramt und ORF Förderungen in Höhe von 144.000 Euro zur Verfügung, ORF III strahlt die daraus entstandenen Kunstprojekte aus.

Bis 31. März können österreichische und internationale Künstler an der Ausschreibung des Förderprogramms "Pixel, Bytes & Film" teilnehmen und entsprechende Konzepte einreichen. Gefördert werden Webisodes und serielle Erzählweisen von fiktionalen Stoffen, neue Fernsehformate, serielle und nichtlineare dokumentarische Formate, Crowdsourcing-Projekte und User-generated Movies sowie cross/transmediale Werke. Ein Experten-Pool der Akademie der Bildenden Künste Wien steht beratend zur Verfügung.

"Es zeichnet den österreichischen und europäischen Film aus, dass er experimenteller ist als der Hollywood-Film. Dafür braucht es Förderung und Unterstützung", sagte Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) bei einer Pressekonferenz in Wien. Mit dem neuen Förderprogramm sei man für die Zukunft gerüstet, da es sich an multimediale Experimentalfilmer im digitalen Zeitalter richtet. Die Kooperation mit dem ORF begrüßte Ostermayer. Schließlich sei der öffentlich-rechtliche Sender in Sachen Filmförderung "wichtigster Player".

"Brücke zwischen Kunst und Fernsehen"

"Der ORF ist die wichtigste Plattform und der größte Auftraggeber für den österreichischen Film", betonte auch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. "Wir haben im Vorjahr rund 90 Millionen Euro in den österreichischen Film investiert, und wir bieten dabei eine Vielfalt, die vom 'Tatort' oder den 'Vorstadtweibern' über den Kinofilm bis hin zum Experimentalfilm reicht. Mit ORF III haben wir dafür auch eine Plattform. Damit erreichen wir zwar kein Millionenpublikum, aber einige 10.000 Zuseher und damit mehr, als Experimentalfilme in anderen Ländern erreichen. Zugleich bilden wir eine Brücke zwischen Kunst und Fernsehen", erklärte Wrabetz.

Ab Jänner 2016 werden die zwölf realisierten Kunstprojekte einmal monatlich in ORF III ausgestrahlt. Aktuell bringt ORF III die zweite Staffel des Medienkunstprojekts "Artist in Residence". Bereits zu sehen war dabei Amina Handkes aus 13 Kurzepisoden bestehender Beitrag "Quotenpublikum", in dem Persönlichkeiten wie die Medienkünstlerin VALIE EXPORT, die Kabarettisten maschek, die Filmemacher David Schalko und Peter Patzak sowie Kulturminister Ostermayer aus der Perspektive eines TV-Geräts beim Fernsehen zu sehen sind.
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