Neuer Partner soll Expansion vorantreiben
 

Neuer Partner soll Expansion vorantreiben

Ian Ehm
"Ich wollte einen strategischen Partner, der auch operativ agiert", Wolfgang Rosam, PR-Experte und Falstaff-Eigentümer.
"Ich wollte einen strategischen Partner, der auch operativ agiert", Wolfgang Rosam, PR-Experte und Falstaff-Eigentümer.

Falstaff: Ex-Volkswagen-Manager neuer Gesellschafter; Magazinexpansion in Europa, Digitalangebot für China.

Das Wein- und Gourmetmagazin Falstaff hat seit Kurzem einen neuen Gesellschafter: Mit dem nunmehrigen 23-Prozent-Eigentümer Christian Klingler will Wolfgang Rosam die Expansion des Magazins in Europa vorantreiben und zugleich eine Digitaloffensive für den chinesischen Raum starten. Die restlichen 77 Prozent der Anteile an der Falstaff Verlags GmbH hält weiterhin die ­Familie Rosam. 


„Ich wollte keinen Finanzinvestor, sondern einen strategischen Partner, der auch operativ agiert“, erläutert Rosam im Gespräch mit HORIZONT. Er und Klingler kennen sich schon seit der Zeit, als Klingler noch als Vorstand von Volkswagen agierte. Klingler, der perfekt französisch spricht, habe ihn mit dem Gedanken geködert, Frankreich zu machen. „Daraus ergab sich der Reiz, mehr zu machen“, so Rosam.

Ziel ist es, in den nächsten drei Jahren eine französische und eine englischsprachige Ausgabe auf den Markt zu bringen. Jene in englischer Sprache will Rosam auch im skandinavischen Raum vertreiben. Wie bei den Ausgaben für den D-A-CH-Raum soll es dabei etwa 70 Prozent gleiche Inhalte geben, der Rest wird thematisch an den jeweiligen Markt angepasst.

„Regionale Mutationen sind das Erfolgsgeheimnis. Ich bin überzeugt, mit weiteren Mutationen erfolgreich expandieren zu können“, so Rosam. Für die derzeit bestehenden Ausgaben für Österreich, Deutschland und die Schweiz erwirtschafte er kumuliert einen Anzeigenumsatz von etwa 600.000 Euro pro Ausgabe; in Deutschland wachse der Anzeigenumsatz jährlich um 15 Prozent, so Rosam. 


Reisenden Orientierung bieten


Für den chinesischen Markt hegt Rosam bewusst rein digitale Pläne. „Wir wollen uns nicht mit Printauflagen in diesem Riesenland verbluten“, so Rosam. Der Plan ist vielmehr dem chinesischen Markt ein digitales Service zu bieten, auf das bei Europa-Reisen zugegriffen wird.

„Bis 2020 werden 300 Millionen Chinesen reisen, ein Großteil auch nach Europa. Die brauchen Orientierung: Wo schläfst du, wo isst du, wo kaufst du ein? Diese Orientierung soll Falstaff sein.“ Das Angebot soll werbliches Umfeld für europäische Konzerne sein. Redaktion, Vertrieb und Anzeigenverkauf für die Magazin- wie auch Digitalexpansion werden in Wien angesiedelt.
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