Neuer Marktplatz für 3D-Druck
 

Neuer Marktplatz für 3D-Druck

RI-Design
Halsketten wie diese kann man über mything.com individualisieren und dann bei einem regionalen 3D-Drucker herstellen lassen.
Halsketten wie diese kann man über mything.com individualisieren und dann bei einem regionalen 3D-Drucker herstellen lassen.

mything.com will internationaler Marktplatz werden. Dafür wurde investiert, die Expansion steht bevor.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 16/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Mit dem 3D-Druck-Marktplatz mything.com ist ein unkonventionelles österreichisches Start-up an den Start gegangen. Der ehemalige bwin-Marketingchef Florian Mott als CEO und die Investoren Gerhard Pail und Frank Kappe (KaPa Ventures) haben sich dabei hohe Ziele gesetzt: mything soll laut Mott „in naher Zukunft der internationale Marktplatz für lokalen 3D-Druck sein. Auf unserer zentralen Plattform finden Produktdesigner, lokale Hersteller und Kunden unkompliziert zusammen.“ Geld verdient mything durch eine Vermittlungsprovision.

Massenmarkt angepeilt

Für Mott ist 3D-Druck der Zukunftsmarkt: „Laut einer Studie von Oxford Economics werden 2050 bereits die Hälfte aller Konsumgüter lokal produziert. mything ist dafür von Beginn weg die passende Schnittstelle. Bereits jetzt werden auch Schuhe oder andere Kleidungsstücke wie Pullover mittels 3D-Druck hergestellt.“ 3D-Druckereien würden „in Zukunft genauso häufig zu finden sein wie Copyshops, Postpartner oder andere lokale Nahversorger“, zeigt sich Mott gegenüber HORIZONT überzeugt.

Zu Beginn kann man aus 800 Produkten im Bereich Schmuck sowie Home & Office Accessoires auswählen. Dabei stehen 40 verschiedene Materialen und Farben zur Verfügung. Zum Launch sind 50 Designer und rund 20 lokale 3D-Druckanbieter an Bord. Das Netzwerk soll Schritt für Schritt vergrößert werden. Insgesamt wurden vor dem Launch mehr als zwei Millionen Euro investiert. Mott will „heuer noch zeitgerecht den Markt in Richtung Deutschland erweitern und insgesamt auf rund 30.000 Aufträge kommen“. Im kommenden Jahr sind weitere europäische Länder in Planung, 2020 soll der Schritt in Richtung USA erfolgen.

[Michael Fiala]

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