Neuer globaler Druck belebt den TV-Markt
 

Neuer globaler Druck belebt den TV-Markt

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Kommentar von Jürgen Hofer, stv. Chefredakteur.

Die (digitale) Welt ist nicht genug: Nachdem Onlinegiganten wie Amazon große Teile des E-Commerce oder Facebook enorme Anteile des Onlinewerbemarkts bereits für sich beanspruchen, erfolgt nun endgültig der Angriff auf Domänen klassischer TV-Stationen – siehe hier.

Amazon sicherte sich Übertragungsrechte der amerikanischen Football-Liga NFL, Facebook dealt mit der Major League Baseball um die Streamingrechte im Social Network, Twitter zeigt die PGA Golf Tour und YouTube streckte beispielsweise im spanischen Fußballcup auch schon die Fühler nach lukrativen Sportrechten aus.

Dazu kommen Streamingplattformen wie DAZN, die mit reichlich gefüllter Kriegskasse etablierten Playern den Kampf ansagen. Das bringt sowohl Free-TV-Sender wie ORF oder PULS 4, aber auch etablierte Pay-TV-Konzerne wie Sky unter Druck: nicht nur was die finanzielle Gebarung anbelangt, auch in Sachen Technik agieren die Big Player auf einem anderen Niveau.

Für die unter Druck geratenen Medien kann das nur eines bedeuten: neue, internationale Partnerschaften abschließen oder selbst alternative Formate zur Kompensation verlorener Rechte entwickeln – beides wird den TV-Markt beleben. 
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