Neue Sparwelle bei ProSiebenSat.1
 

Neue Sparwelle bei ProSiebenSat.1

Dem Umsatzeinbruch im 1. Quartal folgt ein Kostensenkungsplan von zusätzlich 70 Millionen Euro, 50 Millionen davon im Programm aller Sender.

Eine Umsatzdelle im Free-TV von 4,9 Prozent im 1. Quartal 2008 (Umsatz: 417,1 Millionen Euro) beschert der Sendergruppe einen auferlegten Kostensenkungsplan von 70 Millionen Euro für dieses Jahr. Gespart werde vor allem bei Vertrieb und Verwaltung sowie im Rahmen "einer optimierten Nutzung des existierenden Programmvermögens".


Bei der Telefonkonferenz erklärte Vorstandsvorsitzender Guillaume de Posch, dass 50 Millionen davon auf Einsparungen beim Programm aller Sender entfallen sollen, vermehrte Wiederholungen nicht ausgeschlossen. Ein erneuter Stellenabbau in der Gruppe solle jedoch vermieden werden.

"Wenn die Rezession den deutschen Markt nicht erreicht, sind wir zuversichtlich, dass die Gruppe 2008 die gesetzten Ziele erreichen wird", so Guillaume de Posch. Der Grund für das flaue Ergebnis ist das neue Vergütungs- und Rabattmodell beim Werbezeitenverkauf in Deutschland, das vom Markt nicht wie gewünscht angenommen wurde. Als Konsequenz darauf nahm Marketingvorstand Peter Christmann auch vergangenen Freitag den Hut. Nach 13 Jahren wird der die Gruppe Mitte Juni verlassen.
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