Neue Kurier-CR Salomon: ‚Fokus auf trimedial ...
 

Neue Kurier-CR Salomon: ‚Fokus auf trimedial und regional‘

Kurier/Jeff Mangione
Martina Salomon ist neue Chefredakteurin des "Kurier".
Martina Salomon ist neue Chefredakteurin des "Kurier".

Martina Salomon will als neue ‚Kurier‘-Chefredakteurin das Zusammenspiel von Print, Digital und TV forcieren, wie sie HORIZONT erläutert. Sie setzt auf journalistische Unabhängigkeit und kritische Distanz.

Sie ist die neue Chefredakteurin des Kurier und damit die neue Spitze an der Kurier-Redaktion: Martina Salomon wurde in der Sitzung des Aufsichtsrats am Mittwoch per 1. Oktober für ihre neue Position bestellt. In einem ersten Statement gegenüber HORIZONT skizziert sie ihre Strategie: „Sprich: ganz starker Fokus auf Trimedialität (Print, Digital, TV), mehr Regionalität. Ich habe großen Respekt vor der Redaktion und möchte auch den Lesern auf Augenhöhe begegnen.“

Zur zukünftigen inhaltlichen Ausrichtung der nach Kronen Zeitung und Kleine Zeitung drittgrößten Kauftageszeitung des Landes meint Salomon: „Der Kurier bleibt ein Qualitäts- und Aufdeckermedium. Ich stehe für kritische Äquidistanz zu allen Parteien, für Trennung von Bericht und Kommentar.“ Die derzeit stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin des Wirtschaftsressorts (siehe Infobox), aber auch Moderatorin von Kurier-Veranstaltungen, kennt das Haus und auch die Leser „sehr gut“ und hat „klare Vorstellungen, wie es weitergehen soll. Vor der Redaktionsversammlung habe ich heute gesagt: Ich bin nicht ganz so streitlustig wie Helmut Brandstätter, was aber nicht heißt, dass ich nicht für Veränderung stehe. Das wird man schon bald bemerken“, so Salomon gegenüber HORIZONT, die die Stärke des Kurier betont: Sie will „den Weg von Helmut Brandstätter, mit dem ich acht Jahre lang exzellent zusammengearbeitet habe, fortsetzen“. Dieser, seit 2010 Chefredakteur und seit 2013 auch Herausgeber des Kurier bleibt in seiner Rolle der Herausgeberschaft

Dank an Brandstätter

Erwin Hameseder, Vorsitzender des "Kurier"-Aufsichtsrates: „Wir haben in den letzten Monaten einen aufwändigen Hearing-Prozess durchgeführt und sind sehr glücklich, dass wir mit Martina Salomon eine der profiliertesten Journalistinnen des Landes, die den 'Kurier' seit Jahren bestens von innen kennt, als Chefredakteurin gewinnen konnten. Sie ist damit auch die einzige Frau, die diese Position bei einer Tageszeitung in Österreich innehat. Ich bedanke mich auch bei Helmut Brandstätter für die erfolgreiche Führung der 'Kurier'-Redaktion in den letzten acht Jahren und die Bereitschaft, für den 'Kurier' weiterhin als Herausgeber zur Verfügung zu stehen.“

„Bei Helmut Brandstätter bedanke ich mich für acht erfolgreiche Jahre", so Thomas Kralinger, Geschäftsführer des Kurier-Medienhaus. " In einem schwierigen Umfeld, das von großen Umbrüchen in der Medienwelt geprägt ist, hat er als Chefredakteur die journalistischen Angebote des 'Kurier' Medienhaus sicher durch diese unruhigen Zeiten navigiert. Das Qualitätsmedium 'Kurier' konnte seine Reichweite und die Position als drittgrößte Kauftageszeitung stabil halten. Ich bin überzeugt, dass wir mit Martina Salomon die Positionierung und das digitale Transformationsprojekt des 'Kurier' Medienhaus mit Kontinuität und Kreativität weiter vorantreiben können“, so Kralinger.

Helmut Brandstätter: „Nach mehr als acht Jahren als Chefredakteur, davon fünf Jahre auch als Herausgeber, werde ich mich künftig auf die Funktion des Herausgebers und auf meine publizistische Tätigkeit konzentrieren. Das ist im 'Kurier' eine besondere Vertrauensstellung, weil der Herausgeber nach unserem Redakteursstatut für die Blattlinie verantwortlich ist. Ich bedanke mich bei den Eigentümern für dieses Vertrauen, das auch durch einen zeitlich nicht beschränkten Vertrag ausgedrückt wird. Martina Salomon habe ich gleich zu Beginn als meine Stellvertreterin zum 'Kurier' geholt, ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit in neuer Konstellation.“

Die gebürtige Oberösterreicherin Salomon ist seit 2010 für den "Kurier" tätig, 2012 übernahm sie die Ressortleitung "Wirtschaft". Ihre Karriere begann sie als freie Mitarbeiterin beim ORF Oberösterreich sowie den "Oberösterreichischen Nachrichten", von 1983 bis 1988 schrieb sie für die Innenpolitik der "Tiroler Tageszeitung". Es folgte der Wechsel zum "Standard" und 2004 die Übernahme der Innenpolitik-Ressortleitung für "Die Presse".

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