Neue Konzepte bei der Wiener Zeitung
 

Neue Konzepte bei der Wiener Zeitung

Ramona Hackl

Laut dem neuen Wiener Zeitung-Geschäftsführer Martin Fleischhacker sind bereits "mehrere Spielwiesen" als Ersatz für die Pflichtveröffentlichungen entwickelt worden. Die Reorganisation ist bereits in Vorbereitung.

Auf Martin Fleischhacker, seit 1. September neuer Geschäftsführer der Wiener Zeitung, warten große Herausforderungen. Zentrale Aufgabe ist es, das Unternehmen strategisch neu auszurichten – Stichwort geplante Abschaffung der Pflichtveröffentlichungen und damit der Wegfall von einem Gutteil der Einnahmequellen. Diese Aufgabe gab ihm auch Medienminister Gernot Blümel als Eigentümervertreter bei der Bestellung mit auf den Weg.

Für Fleischhacker, der seit 2002 unterschiedliche Positionen bei der Wiener Zeitung bekleidet hat, sind die Pflichtveröffentlichungen „ja kein neues Thema, sondern diese standen, da nicht mehr zeitgemäß, schon länger zur Diskussion. Es war auch klar, dass es hier Gespräche mit dem Eigentümer geben wird“, erläutert er gegenüber HORIZONT. Man habe sich daher vor allem im vergangenen Jahr schon an Konzepten versucht, die Alternativen zu den derzeit bestehenden Aufgaben bieten. Konkretes will er noch nicht preisgeben, nur: „Wir haben schon mehrere Spielwiesen entwickelt, aber das muss natürlich noch mit den Aufsichtsräten und den Eigentümern abgesprochen werden.“ Tendenziell gehe es jetzt eher darum, welche Richtung eingeschlagen werden soll und dementsprechend werde dann auch „die Reorganisation in bestimmten Bereichen fortgeführt“.

Einen Zeitplan für die Abschaffung der Pflichtveröffentlichungen kann derzeit noch nicht genannt werden. „Das ist ein Thema, das in den nächsten Monaten geklärt wird, damit wir dann voll loslegen können.“ Auch wenn die Pflichtveröffentlichungen abgeschafft und neue digitale Geschäftsmodelle entwickelt werden sollen, geht Fleischhacker davon aus, dass die Wiener Zeitung in Bezug auf die Services, die sie als Gruppe anbietet, auch weiter für Verwaltungsaufgaben zur Verfügung stehen wird.

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