"Natürlich reden wir nicht über die glanzvoll...
 

"Natürlich reden wir nicht über die glanzvollen Freitag- oder Samstagabendshows"

IP-Österreich-Chef Walter Zinggl über die anstehenden Aufgaben in der Vermarktung von R9.

Anfang März ist bekannt geworden, dass IP Österreich in Zukunft den Satellitensender R9 Österreich vermarkten wird (HORIZONT berichtete). Bislang hatte die IP vor allem größere Sender wie die der RTL-Gruppe und Sky Sport Austria im Portfolio, mit R9 wagt man sich nun ins national ausgestrahlte Regionalfernsehen. IP-Österreich-Chef Walter Zinggl erklärt gegenüber HORIZONT die grundsätzlichen Vorzüge von Regional-TV: "Seitdem die Fernsehdaten gemessen werden wissen wir, dass "Bundesland Heute" die stärkste Sendung im ORF ist. Das ist nicht so, weil 19 Uhr so ein begnadeter Sendeplatz ist." Das Interesse der Menschen sei einfach sehr hoch, wenn es um Informationen aus ihrem unmittelbaren Umfeld gehe. 

Dass Regionalfernsehen schwierig zu produzieren sein, weiß auch Zinggl. "Es gibt ja auch immer wieder Diskussionen darüber, ob man wirklich neun ORF-Landesstudios braucht." R9 habe mit den neun beteiligten Sendern habe eine viel effizientere Struktur als andere Unternehmen. "Daher glaube ich, dass der Markt auf so etwas wie R9 gewartet hat. Natürlich reden wir nicht über die glanzvollen Freitag- oder Samstagabendshows, die 20, 30 oder 40 Prozent Marktanteil haben. Das ist nicht Regionalfernsehen." Dort gehe es eher um Informationen und Infotainment. 

Ein Problem in Attnang-Puchheim werde es wahrscheinlich nicht in die “Zeit im Bild” oder eine andere, nationale Nachrichtensendung schaffen, sagt Zinggl. Hier komme R9 ins Spiel, wo solche Dinge Platz haben. "Wenn es aber nur darum ginge, den jeweiligen Landeshauptmann in den Mittelpunkt zu rücken muss ich sagen: Diese Aufgabe wird in Österreich schon erfüllt. Dazu braucht man R9 nicht. Aber wenn es darum geht, die Themen abzugreifen und fernsehgerecht aufzubereiten, die die Menschen einfach interessieren, dann gibt es hier viele Möglichkeiten. Das beginnt mit der Coverage von lokalen Kulturevents, und da reden wir nicht von Opernpremieren, und geht hin bis zur Berichterstattung von lokalen Polit-Diskussionen."

Das vollständige Interview mit Walter Zinggl lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 16/2016 vom 22. April. Darin erklärt er unter anderem, welche Hausaufgaben Sender und Vermarkter noch erledigen müssen und wie die Agenturen die Zusammenarbeit sehen. Hier geht's zum Abo
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