Nationale Privatradiofrequenz: Zweifel und Ho...
 

Nationale Privatradiofrequenz: Zweifel und Hoffnung

Während Franz Prull, der stellvertretende Leiter der KommAustria, an einer bundesweiten Privatradiofrequenz zweifelt, hat Florian Nowak in seiner Funktion als potentieller zukünftiger Bewerber um selbige die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Wie das mit Gerüchten so ist, verdichten sie sich im Laufe ihres Daseins oder sie verflüchtigen sich, bis zu dem Zeitpunkt, wo die gerüchteweise aufgestellten Theorien endgültig widerlegt oder bestätigt werden. Auch das Gerücht, dass das von potentiellen privaten Radiobetreibern seit langem erwartete Radiofrequenzengutachten uns Österreichern eine nationale Privatradiofrequenz bescheren werde, ist so eines, dass sich mal verdichtet, mal verflüchtigt, mal stärker und mal schwächer ist. Nachdem Ende Juni das Gerücht kursierte, dass nach einiger technischen Modifikationen sehr wohl ein bundesweiter Privatradiosender on air gehen könnte, wird dieses Gerücht durch Franz Prull, den einstigen Leiter des Frequenzbüros und nunmehrigen stellvertretenden Leiter der KommAustria wieder abgeschwächt: "Für eine weitere bundesweite Radio-Kette in der Qualität wie die FM4 hat, gibt es keine frequenzmäßige Grundlage," meinte Prull gegenüber der Tageszeitzung Die Presse. Die zur Hoffnung auf eine nationale Privatradiofrequenz anlaßgebenden Frequenzen sind laut Dr. Alfred Grinschgl, dem Geschäftsführer der Rundfunk- und Telekom Regulierungs GmbH (RTR), bloß "Füll-Frequenzen untergeordneter Leistung". Dass freie Frequenzen in manchen Gebieten (Wien, Salzburg und Bregenz) besonders knapp sind, war bereits bekannt, dass die freien Frequenzen generell noch knapper sind, als zunächst angenommen, wurde erst nach genauem Studium des Frequenzgutachtens durch RTR und KommAustria deutlich. Die Hoffnung auf ein bundesweites Privatradio nicht aufgegeben hat derweil Energy-Gesellschafter Florian Nowak, der sich nicht nur um alle 23 vom Verfassungsgerichtshof aufgehobenen (und mittlerweile von der KommAustria wieder vergebenen) Privatradiolizenzen beworben hatte, sondern mit Radio Planet Austria auch ein Modell für österreichweites Privatradio entwickelt hat: "Wir setzen weiterhin auf die technische Machbarkeit einer nationalen Frequenzkette für Österreich", ist Novak zuversichtlich. (max)
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