Nach Okto-Abschied: Nun auch Aus für "gotv"
 
Nach Okto-Abschied

Nun auch Aus für "gotv"

Screenshot Facebook
Facebook-Seite des Senders gotv
Facebook-Seite des Senders gotv

Nach dem Aus für Okto-TV verabschiedet sich nun auch der österreichische Musik-Sender gotv. Der 31. Mai wird der letzte Sendetag sein.

"gotv - dein Österreichisches Musik-TV verabschiedet sich. Der 31. Mai 2022 ist der letzte gotv-Tag. Wir sagen Danke für tolle 20 Jahre!  Es war eine schöne Zeit. Bis 01. Juni, 3 Uhr gibts Party mit unseren liebsten gotv-Hits", wird der Abschied auf der offiziellen Website bekannt gegeben. Auch Mitarbeiter:innen bedauern auf Twitter das Aus des Senders.
 
gotv wurde von Thomas Madersbacher und Felicitas Hager konzipiert, ging am 1. Oktober 2002 erstmals on air und hatte seinen Sitz in Wien. Dass der Sender mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat, sei seit einiger Zeit zu beoachten gewesen.

Okto-TV

Laut APA stockt die
 Bundesregierung den nichtkommerziellen Rundfunkfonds nun von drei auf fünf Millionen Euro auf. In der Nationalratssitzung am Donnerstag wurde ein diesbezüglicher Initiativeintrag eingebracht. Die Erhöhung soll noch heuer schlagend werden. Eva Blimlinger, Mediensprecherin der Grünen, zeigte sich darüber in einer Aussendung erfreut: "Dieser Schritt war längst überfällig und umso dringlicher, nachdem die rot-pinke Wiener Stadtregierung unlängst bekanntgegeben hat, die Förderungen für den nichtkommerziellen Sender Okto zu streichen und ihre medienpolitische Verantwortung für den Freien Rundfunk aufzugeben."

Die Geschäftsführung von Okto-TV hat mittlerweile mit dem Wiener Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) den Versuch einer Lösungsfindung vereinbart. Das einstige rot-grüne Projekt wurde bisher mit insgesamt 18 Millionen Euro von der Bundeshauptstadt gefördert. Zuletzt gab es jährlich 750.000 Euro für den offenen Sender. Aus dem nichtkommerziellen Rundfunkfonds erhielt Okto TV im Vorjahr 425.000 Euro. Der Fonds wird von der RTR ausgeschüttet und soll nicht auf Gewinn ausgerichtete Rundfunkveranstalter bei der Erbringung eines hochwertigen Programmangebots unterstützten und für eine breitere Beteiligung der Bevölkerung an Medien und damit höhere Medienkompetenz sorgen.
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