n-tv rechnet mit Verlusten für 2001
 

n-tv rechnet mit Verlusten für 2001

Auch der Nachrichtensender leidet unter den Werbeeinbrüchen nach den US-Terroranschlägen.

Der deutsche Nachrichtensender n-tv stellt sich für heuer auf Verluste ein. "Wir wissen, dass wir die schwarze Null nicht schaffen", sagte

Geschäftsführer Helmut Brandstätter der Frankfurter Allgemeinen

Sonntagszeitung. Nach dem Terroranschlag in New York vom 11. September

seien geplante Werbekampagnen gestoppt worden. Gleichzeitig seien aber die Ausgaben des Senders wegen der Berichterstattung über den Krieg in

Afghanistan gestiegen. Als Reaktion auf die Werbeeinbußen nach dem 11. September hatte N-TV erst kürzlich seine Werbepreise für 2002 quer über alles Zeitzonen um durchschnittlich 20 Prozent gesenkt. Die US-Terroranschläge hatten dem Sender zu den höchsten Quoten seit seiner Gründung im Jahre 1992 verholfen: n-tv hatte seinen Marktanteil zwischen dem 11. September und 31. Oktober mit 1,3 Prozent bei einer durchschnittlichen Tages-Nettoreichweite von 6,5 Millionen Zuschauern fast verdoppeln können. Im Jahr 2000 hatte n-tv noch von der hohen Zahl an Börsengängen profitiert und bei Umsätzen von 217,3 Millionen D-Mark einen Nettogewinn von 48,64 Millionen DM erwirtschaftet. "Wir wurden als erster Sender von der Rezession getroffen", so Brandstätter. "Jetzt hoffen wir, dass wir auch als erste wieder herauskommen".

(ap)



Quelle: APA, AP

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