'Mutter Erde': ORF-Schwerpunkt widmet sich 'K...
 
ORF/Hans Leitner
Andrea Johanides (Geschäftsführerin vom WWF Österreich & Vorstandsmitglied Mutter Erde), Pius Strobl (ORF-Leiter Corporate Social Responsibility), Agnes Zauner (Geschäftsführerin Global 2000 & Vorstandsmitglied Mutter Erde), Anita Malli (Geschäftsführerin Mutter Erde) und Marcus Wadsak (ORF-Meteorologe) beim Pressegespräch (v.l.)
Andrea Johanides (Geschäftsführerin vom WWF Österreich & Vorstandsmitglied Mutter Erde), Pius Strobl (ORF-Leiter Corporate Social Responsibility), Agnes Zauner (Geschäftsführerin Global 2000 & Vorstandsmitglied Mutter Erde), Anita Malli (Geschäftsführerin Mutter Erde) und Marcus Wadsak (ORF-Meteorologe) beim Pressegespräch (v.l.)

Von 17. bis 29. Mai gibt es in allen Medien des öffentlich-rechtlichen Senders Berichte und Hintergründe, die sich mit der Energiewende auseinandersetzen.

"Die Klimakrise kann sehr schnell zur Klimakatastrophe werden, wenn wir wegschauen statt hinschauen", betonte Pius Strobl, ORF-Hauptabteilungsleiter für Corporate Social Responsibility, bei der Präsentation des diesjährigen "Mutter Erde"-Schwerpunkts am Montag. Angesichts von zwei Jahren Coronapandemie und dem Krieg in der Ukraine könne man sich fragen, ob nun der richtige Zeitpunkt für so einen Schwerpunkt sei. "Aber es gibt keinen richtigeren Zeitpunkt als den gerade anbrechenden Tag", formulierte es Strobl. Immerhin gebe es nur noch ein Zeitfenster von einigen tausend Tagen, um die Energiewende zu schaffen. "Wer die Berichte des Weltklimarats liest, der erkennt am Ton, dass es dringlicher wird, dass es wichtiger wird, noch mehr zu tun."

Ein zentraler Schritt dafür ist die Vermittlung von Wissen. Vor zwei Jahren ließ der Verein "Mutter Erde" eine Umfrage durchführen, die etliche Wissenslücken offenbarte. "Eine gelungene Klimakommunikation ist daher der Schlüssel für die Energiewende", sagte "Mutter Erde"-Geschäftsführerin Anita Malli. Die Umfrage soll im Sommer wiederholt und im Herbst präsentiert werden. "Es geht darum zu sehen, wo unsere Schmerzgrenzen sind und was wir bereit sind zu tun", so Malli. Drastische Worte fand Agnes Zauner, Geschäftsführerin von Global 2000: "Ich bin eine 32-jährige Österreicherin, die Angst hat - um ihre Zukunft, aber auch die ihrer Kinder." Laut dem jüngsten Bericht des Weltklimarats könnte die Erde für Menschen unbewohnbar werden, "wenn wir jetzt nicht handeln". Der Ausstieg aus Gas, Öl und Kohle sei möglich, dafür brauche es aber auch die entsprechenden Gesetze. "Wir können gesundes Essen, gute Luft, eine saubere Natur und kühle Sommernächte haben. Mit dem Schwerpunkt wollen wir die Menschen auf diese Reise mitnehmen und ihnen diese Geschichten erzählen, ihnen diese Bilder zeigen, wie all das möglich ist."

Programmpunkte

Diese Aufgabe übernimmt etwa ein "Universum Spezial" am 17. Mai mit Tarek Leitner und Christa Kummer ("Rückkehr der Wildnis - Stößt die Natur an ihre Grenzen?"), aber auch für "Universum History" wurden neue Dokus gedreht. Ein "Österreich-Bild" am 22. Mai rückt den "Klimawandel in den Alpen" in den Fokus, aber auch der "kulturMontag", Magazine wie "Studio 2" und "konkret" oder "Die Barbara Karlich Show" sind beim "Mutter Erde"-Schwerpunkt ebenso mit dabei wie die Landesstudios.  Auf Ö1 ist es etwa die Sendung "Dimensionen", in der am 3. Mai "Lebendiger Boden. Wie Humus zum Klimaschutz beiträgt" zu hören ist, während das "Radiokolleg" zwei mehrteilige Sendungen anbietet - einerseits zu chemischen Elementen, andererseits zum Rohstoff Holz. FM4 sendet Spezialausgaben der wöchentlichen "Klimanews", und das ORF.at-Netzwerk berichtet ebenfalls aktuell über den Schwerpunkt.

'Bye Bye CO2'

Als diesjährigen Claim für die begleitende Kampagne wurde "Bye Bye CO2" gewählt, zudem gibt es vertiefende Informationen auf der Website und einen heuer zum zweiten Mal durchgeführten Storycall gemeinsam mit story.one, der sich insbesondere an die junge Generation richtet. Bis 29. Mai können Geschichten eingereicht werden, die Besten sollen dann im Juni in dem Buch "Lest das!" veröffentlicht werden. Die Bundesforste werden zudem für jeden eingereichten Text einen Baum pflanzen, im Vorjahr waren es immerhin 2.000 Stück. "Schaffen wir die Energiewende, tun wir für jeden Einzelnen in diesem Land etwas Gutes", fasste es Strobl zusammen. "Die Sonne und der Wind schicken uns keine Rechnung."
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