Musikpiraterie aus dem Netz erfolgreich bekäm...
 

Musikpiraterie aus dem Netz erfolgreich bekämpft

IFPI ließ im vergangenen Jahr etwa 240 Web-Sites schließen. Österreichische Musikpiraten sind für einen Schaden von 60 Millionen Schilling verantwortlich. International steigen die Zahlen stark an.

Trotz der 60 Millionen Schilling Schaden, die heimische Musikpiraten im Jahr 2000 durch den Verkauf von schwarz gebrannten Musik-CD´s bzw. illegalen Vertrieb im Internet verursacht haben, ist der letzte Report des Internationalen Verbandes der phonographischen Wirtschaft (IFPI) sehr erfreulich. Denn der angerichtete Schaden ist im Wesentlichen gleichgeblieben. Bei der Eindämmung der Piraterie aus dem Netz war die IFPI Austria sogar noch erfolgreicher als im Jahr 1999: So konnte die Organisation 240 Web-Sites mit rechtlich nicht einwandfreiem musikalischen Inhalt schließen – im Jahr zuvor waren dies noch etwa 200 gewesen.

In Sachen Musik-Piraterie ist Österreich noch eine Insel der Seligen geblieben, wie der neueste IFPI-Report beweist: Weltweit ist nämlich die Zahl der illegal gebrannten CDs von 510 im Jahr 1999 auf 640 Millionen Stück im darauffolgenden Jahr gestiegen. Dies würde einem Schaden von geschätzten 4,2 Milliarden US-Dollar (etwa 65 Milliarden Schilling) entsprechen. Der Kampf gegen Musik-Piraterie aus dem Internet wird auch für die IFPI immer wichtiger: Während die physikalischen Datenträger (CD, Musikkasette usw.) zu etwa 36 Prozent illegal Kopiertes beherbergen würden, bezeichnet die IFPI das Internet als ein Medium, das theortisch zu 100 Prozent von illegalen Musiktiteln "verseucht" ist. Die IFPI drängt auch deshalb darauf, die EU-Urheberrechtslinie so schnell wie möglich in nationales Recht umzuwandeln. (rs)

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