Musikmarkt schrumpft
 

Musikmarkt schrumpft

IFPI Austria – Verband der Österreichischen Musikwirtschaft - mit Zahlen zum Musikmarkt 2009: Gesamtumastz sinkt, digitale Verkäufe steigen.

Der internationale Branchenverband IFPI präsentierte am 28. April in London den Jahresbericht "Recording Industry in Numbers 2010" mit Umsatzwerten zum weltweiten Musikmarkt. Die prägnantesten Zahlen: 2009 wurde zu Großhandelspreisen ein Gesamtumsatz von umgerechnet rund 13 Milliarden Euro erzielt, was einem Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Umsätze am digitalen Musikmarkt sind hingegen um neun Prozent auf rund drei Milliarden  Euro gestiegen.  

13 Märkte schafften bereits eine Trendumkehr und haben aufgrund der Zuwächse am Digitalmarkt Umsatzzuwächse zu verzeichnen, zum Beispiel Großbritannien (+ 1,4 Prozent) oder Schweden (+ 10 Prozent). Der Löwenanteil der Umsatzrückgänge entfiel auf die beiden größten Märkte USA (-10,7 Prozent) und Japan (-10,8 Prozent).

Der österreichische Musikmarkt schneidet mit einem moderaten Minus von 1,6 Prozent und einer Steigerung bei den Digitalumsätzen von 38 Prozent vergleichsweise gut ab und konnte damit sein internationales Ranking verbessern. Vor allem beim Internet- und Handy Musikmarkt liegt die Steigerungsrate in Österreich beim Vierfachen des internationalen Durchschnittswerts.

Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft: "Wir dürfen nicht damit aufhören, in den Aufbau von Künstlern und in neue Vertriebsmodelle zu investieren. Und wir brauchen die Hilfe der Regierung beim Schutz unserer Rechte, denn Piraterie killt Wachstum und Jobs."
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