Museums- statt TV-Luft
 

Museums- statt TV-Luft

"Zeit im Bild"-Moderatorin und Redakteurssprecherin Danielle Spera wechselt als Direktorin zum Jüdischen Museum.

Lange liegt schon in der Luft, dass "Zeit im Bild"-Moderatorin und Redakteurssprecherin Danielle Spera im Laufe des kommenden Jahres den ORF in Richtung Jüdisches Museum verlässt, nun ist es offiziell: Ab 1. Juli 2010 wird das beliebte ORF-Gesicht als Museumsdirektorin Fernseh- gegen Museumsluft tauschen. Neben der Moderatorin bewarben sichunter anderen die Chefkuratorin des Jüdischen Museums, Felicitas Heimann-Jelinek, der Direktor des neuen Jüdischen Museums München, Berhard Purin, sowie die Autorin, Filmemacherin und Produzentin Ruth Beckermann. In ihrer neuen Funktion folgt Spera Karl Albrecht-Weinberger nach, dessen Vertrag kommendes Jahr ausläuft. Spera ist schon viele Jahre Autorin der jüdischen Zeitschrift "nu" und ist aktives Mitglied der jüdischen Community in Wien.



Spera wurde am 10. August 1957 in Wien als Kind jüdischer Eltern geboren, besuchte aber eine katholische Privatschule. Sie studierte Publizistik und Politikwissenschaft in Wien, promovierte 1983, das Thema ihrer Dissertation waren die Wahlkämpfe der Sozialdemokratischen Partei in der Zwischenkriegszeit. Seit 1978 freie Mitarbeiterin des ORF, war sie von 1980 bis 1983 für die Auslandsredaktion in Mittelamerika, Griechenland und Zypern unterwegs. 1987 verbrachte sie als ORF-Korrespondentin in Washington, 1988 übernahm sie die Moderation der "Zeit im Bild" - erst mit Josef Broukal, dann mit Horst Friedrich Mayer und Martin Traxl, zuletzt mit Tarek Leitner.



(Quelle: APA)
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