Murdoch will Fußballpakete
 

Murdoch will Fußballpakete

450 Millionen Euro pro Saison für das komplette Rechtepakte der DFL sollen angeboten werden.

Nachdem das Kartellamt letzte Woche dem Vermarktungskonzept der Deutschen Fußballbundesliag (DFL) und der Kirch-Tochter Sirius den garaus gemacht, macht sich nun wilder Aktionismus breit. Natürlich will die Liga nicht auf 500 Millionen-Euro-Garantie pro Saison von Krich verzichten, aber ein "Nein" vom Kartellamt für das Vorhaben, die Zusammenfassung am Samstag im Free-TV auf einen unattraktiven Sendeplatz nach 22 Uhr zu verschieben, bringt das Modell gehörig ins Wanken. Denn damit entfällt das Hauptargument für Pay-TV-Sender wie Premiere, für die Exklusivität am Samstag ordentlich in die Tasche zu greifen - damit hätten die Mehreinnahmen unter anderem finanziert werden sollen.

Jetzt ist die Überlegung, dem Kartellamt eine "Mini-Sportschau" mit maximal 30 Minuten am Samstag um 19.30 Uhr anzubieten - um zumindest einen Hauch von Exklusivität bei den Topspielen zu erhalten.

Auf der anderen Seite des Tisches sitzt aber noch eine ganz andere Alternative: Rupert Murdoch. Wie "Focus" berichtet, prüft der News Corp. und Premiere-Anteilseigner derzeit ein Gebot von 450 Millionen Euro pro Saison für das komplette Rechtepaket. Die Frage ist nur: Will er es für Premiere allein? Oder doch auch für Sat.1 - das er ja ebenfalls begehrt.

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