Morawa und VÖZ verhandeln weiter
 

Morawa und VÖZ verhandeln weiter

Morawa
Die Zustellung der Tageszeitungen an den Einzelhandel durch Morawa ist noch bis Ende September gesichert.
Die Zustellung der Tageszeitungen an den Einzelhandel durch Morawa ist noch bis Ende September gesichert.

Frist verlängert: Die Diskussionen rund um die zukünftige Einzelhandel-Zustellung gehen bis September.

Schon seit knapp fünf Monaten verhandeln das österreichische Pressevertriebsunternehmen Morawa und der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) über die zukünftige Art der Zusammenarbeit. Im Jänner wurde bekannt, dass Morawa keine Zeitungen mehr an den Einzelhandel zustellen will und alle Verträge mit den Verlagen zu Ende Juni gekündigt hat. Als Grund nannte Morawa-Geschäftsführer Emmerich Selch damals zu hohe Kosten für das Unternehmen (HORIZONT berichtete).


Bislang konnten sich Morawa und VÖZ allerdings nicht einigen, weshalb man nun die Kündigungsfrist auf Ende September verschoben hat. "Das gibt uns Zeit, in Ruhe darüber zu diskutieren", sagt Selch gegenüber HORIZONT. Noch zeichne sich aber keine kurzfristige Lösung ab.

Deckungsbeitrag negativ

Im Jänner sagte Selch, dass man intern schon lange die wirtschaftliche Situation im Einzelhandelsvertrieb bei den Tageszeitungen analysiert habe. Das Ergebnis: Morawa arbeite hier mit einem negativen Deckungsbeitrag. Der Rückgang der Zeitungsverkäufe habe auch zu einem Rückgang der Erlöse bei Morawa geführt. "Wenn wir keine Tageszeitungen mehr ausliefern, steht Morawa besser da", so Selch damals, der stets betonte, auch weiterhin dazu bereit zu sein, Tageszeitungen an den Einzelhandel auszuliefern. Dann allerdings zu neuen Konditionen, entweder die Erlöse steigen oder die Kosten sinken. "Man kann an allen möglichen Schrauben drehen." Der Magazin-Bereich ist von der Kündigung der Zustellung nicht betroffen gewesen.
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