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Montenegrinische Regierung greift staatlicher Zeitung unter die Arme

Schulden in Höhe von 2,8 Mio. Euro werden vom Staat übernommen

Nach drei in den letzten vier Jahren gescheiterten Privatisierungsversuchen greift die montenegrinische Regierung der staatlichen Tageszeitung "Pobjeda" nun unter die Arme. Laut Medienberichten vom Donnerstag will der Staat die Schulden des Zeitungsverlages in der Höhe von 2,8 Millionen Euro übernehmen. Der Staat ist an der regierungsnahen "Pobjeda" mit 86 Prozent beteiligt.

Als Gegenleistung wird die Regierung demnach über das Gebäude des Zeitungsverlages an einer attraktiven Stelle in der Hauptstadt frei verfügen können. Auch wenn nicht angekündigt, setzt dies wohl einen Umzug der angeschlagenen Tageszeitung voraus.

"Pobjeda" ist die älteste montenegrinische Tageszeitung. Zuletzt hatte sich im Vorjahr der bosnische Geschäftsmann und derzeitige bosnische Innenminister Fahrudin Radoncic dafür interessiert.

(APA)
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