Mit-mach-Journalismus
 

Mit-mach-Journalismus

Die "New York Times" versucht sich am Bürgerjournalismus.

Tina Kelley, die seit zehn Jahren für die "New York Times" arbeitet, betreut seit vergangenem Montag einen Blog in ihrem Heimatort Maplewood für Bürgerjournalismus, den die Zeitung als Experiment bezeichnet. Inhaltlich unterscheidet er sich nicht vom Lokaljournalismus eines Provinzblattes. Es geht um Hobbykünstler, um den Polizeibericht und die Kontrolle des Wildbestandes.







Für die Times aber geht die Bedeutung des Blogs weit über den Ort hinaus - es gehe um Grundsätzliches. Denn seit vor 15 Jahren der sogenannte Bürgerjournalismus auftauchte, kämpfte die Times dagegen. Doch seither ist viel passiert und das Internet gibt den Bürgern viele Möglichkeiten. Statt zum Beispiel eine Stadt wie Chicago mit nur einem Mitarbeiter zu besetzen, weicht die "NYT" in die Vororte aus. Ihr Blog "The Local" startete am 2. März 2009 in fünf Ortenin Brookly und New Jersey: Tina Kelley betreut New Jersey und Kollege Andy Newsman Brooklyn. Jedem Reporter helfen der Praktikanten und die Reporter wollen auch als Moderatoren fungieren.







In der Tat ist die mangelnde fachkundige Betreuung und Recherche das Problem des Bürgerjournalismus. Deshalb will die "Times" zusammen mit der Journalistenschule der City University Laien grundlegende handwerkliche Fertigkeiten vermitteln. Im Ernstfall will die Zeitung das Konzept auf andere Orte ausdehnen, sagte Jim Schachter, Redakteur für digitale Projekte.







(Quelle: sueddeutsche.de)
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