Mit digitalem Fingerabruck will Napster sein ...
 

Mit digitalem Fingerabruck will Napster sein Angebot legalisieren

Seit dem US-Gerichtsurteil im März versucht die Musiktauschbörse fieberhaft, ihr Angebot auf gesetzeskonforme Beine zu stellen. Eine spezielle Software versieht jeden Titel mit einem "digitalen Fingerabdruck".

Ein "digitale Fingerabdruck" soll das Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Musikstücken ohne Erlaubnis der Musikfirmen verhindern. Eine spezielle Software liest dabei die Klangstrukturen eines Musiktitels, das auf einer Festplatte eine Napster-Nutzers zum Download bereitsteht. Diese Technik soll es auch unmöglich machen, dass die Napster-User ihre Musikdateien so verändern, dass sie von den eingesetzten Filter nicht entdeckt und aus dem Verkehr gezogen werden können.

Ein US-Gericht hat bekanntlich im März dieses Jahres Napster dazu "verurteilt", alle urheberrechtlich geschützten Musiktitel aus dem Angebot zu entfernen. Seit diesem Zeitpunkt ist laut einer Studie des Forschungsinistituts Webnoize die Zahl der Downloads um 36 Prozent zurückgegangen. Trotzdem: Eine Milliarde Musiktitel werden immer noch über Napster ausgetauscht. Die großen Musikfirmen glauben, durch die Tauschbörse enorme Geldbeträge zu verlieren.
(rs)

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