"Mistresses" im ORF: Neue Serie auf den Spure...
 

"Mistresses" im ORF: Neue Serie auf den Spuren von "Sex and the City"

Für Darstellerin Alyssa Milano bleibt Fernsehen "reine Glückssache" - Neue Serie startet am Montag um 21.55 Uhr auf ORF eins

Es dauert keine fünf Sekunden, bis es bei "Mistresses" heiß hergeht: Die US-Dramaserie rund um das Liebesleben von vier Freundinnen weiß um die Verkaufsargumente von Sex im Fernsehen und geizt bereits in der ersten von insgesamt dreizehn Episoden nicht mit Reizen. Auf ORF eins sind die leidenschaftlichen Ausschweifungen von Hauptdarstellerin Alyssa Milano und ihren Kolleginnen ab kommenden Montag (21.55 Uhr) zu erleben. Ob damit das von "Sex and the City" oder "Desperate Housewives" verwöhnte Publikum abgeholt werden kann, muss sich allerdings erst herausstellen.

In den USA erzielte die erste Staffel zwar respektable Quoten, fiel bei etlichen Kritikern aber durch. Milano ist sich der Herausforderung, die eine neue Serie bereithält, sehr wohl bewusst, wie sie gegenüber der APA erklärte. "Fernsehen ist reine Glückssache. Du gehst in jeden Job rein mit dem Glauben, dass es das hat, was es braucht, um bei den Leuten anzukommen. Aber manchmal klappt es einfach nicht." Wobei der Sender ABC jedenfalls zu den vier Freundinnen steht und für 2014 eine zweite Staffel geordert hat.

Bis dahin kann sich das österreichische Publikum mit der schnell erzählten Ausgangssituation anfreunden. Milano gibt Savannah "Savi" Davis, die als sich toughe Anwältin nicht nur den Avancen eines Kollegen gegenüber sieht, sondern auch Probleme in der Ehe hat. Wer nun glaubt, dass der Seitensprung nur um die nächste Ecke wartet, liegt nicht ganz falsch. "Mir hat gefallen, dass sie trotz ihrer Fehler ihren Weg sucht", meinte Milano über den Reiz ihrer Figur. Das britische Original, auf dem die US-Serie basiert, hat sie nicht gesehen. "Ich wollte keine vorgefasste Meinung davon haben, wie mein Charakter aussieht. Ich wollte sie für mich entdecken."

An ihrer Seite stehen Yunjin Kim (bekannt aus "Lost") als Psychiaterin Karen, die ein Verhältnis mit einem Patienten beginnt, die verwitwete April (Rochelle Aytes), die glaubt Zeichen von ihrem toten Mann zu erhalten, sowie Savannahs jüngere Schwester Josselyn (Jes Maccallan), ein überzeugter und leichtlebiger Single. Die restlichen Zutaten sind altbekannt: Stets adrett gekleidet stolpern die Vier von einer Konfliktsituation in die nächste, gibt es doch keinen Mangel an attraktiven Junggesellen, geheimnisvollen Personen aus der Vergangenheit und modischen Accessoires.

"Es ist für jeden etwas dabei", glaubt Milano an die Erfolgschancen von "Mistresses". Sollten sich die arg konstruierten Dialoge im Verlauf der Staffel noch verbessern, könnte sich das sogar bewahrheiten. Trotz oder vielleicht gerade wegen der sich praktisch aus dem Nichts ergebenden Sexszenen.

(APA)
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