'Milka Kochschlacht': Greenpeace-Video zeigt ...
 
'Milka Kochschlacht'

Greenpeace-Video zeigt Zerstörung für Schokoladenherstellung auf

Ulet Ifansasti/Greenpeace

In einem heute veröffentlichten Video prangert die Umweltschutzorganisation an, dass für Palmöl und Kakao in der Milka-Lieferkette Regenwälder gerodet, Tiere getötet und Menschen ausgebeutet werden. Milka reagiert.

In dem satirisch überzeichneten Video mischt der Hollywood-Schauspieler Jeff Rickets als Milka-Direktor für Waldzerstörung die Zutaten für die Schokolade im Rahmen einer Kochshow zusammen: Palmöl aus abgefackelten Regenwäldern, vom Aussterben bedrohte Tierarten und Kakao aus einem blutverschmierten Jutesack. Das Video endet mit Originalbildern aus Indonesien, wo Greenpeace die Zerstörung der Regenwälder für Palmölplantagen seit Jahren dokumentiert, heißt es in einer Aussendung.

"Unternehmen wie der Milka-Mutterkonzern Mondelēz können sich nicht länger hinter scheinheiligen Versprechen verstecken. Die schockierende Realität ist, dass entlang der Lieferketten für Schokolade noch immer hunderttausende Kinder auf Kakaoplantagen arbeiten müssen, riesige Flächen Regenwald in Flammen aufgehen und Tierarten aussterben", sagt Lukas Meus, Waldexperte bei Greenpeace in Österreich. Das Video ist Teil der aktuellen Greenpeace Österreich-Kampagne für ein EU-Gesetz für globalen Waldschutz sowie ein Lieferkettengesetz. Die UmweltschützerInnen fordern, dass Konzerne garantieren müssen, dass die Rohstoffe und Produkte nicht aus Waldzerstörung kommen und die Einhaltung der Menschenrechte gesichert ist. Konzerne sollen mittels der EU-Gesetze für Verstöße entlang der gesamten Lieferkette vor Gericht haftbar gemacht und mit strengen Strafen belegt werden können.

'Milka Kochschlacht'



Milka reagierte später mit einem Statement: "Unser Ziel ist es, eine Vorreiterrolle beim Aufbau eines ertragreichen Kakaosektors zu übernehmen. Mit unserem Cocoa Life Programm für nachhaltige Beschaffung nehmen wir die komplexen Herausforderungen in Angriff, denen sich Kakaobauern und ihre Gemeinden stellen müssen. Dazu gehören zum Beispiel Klimawandel, Entwaldung, Ungleichheit der Geschlechter, Armut und Kinderarbeit. 100 Prozent des Kakaovolumens, das wir für unsere Milka benötigen, wird über unser Cocoa Life Programm bezogen. Mehr transparente und detaillierte Infos unter: www.cocoalife.org", erklärt Livia Kolmitz, Corporate & Government Affairs Manager und Pressesprecherin D-A-CH bei Mondelez.
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