Mieses Jahr für EM.TV
 

Mieses Jahr für EM.TV

Das jüngste Kirch-Unternehmen legt das vorläufige Ergebnis 2000 vor und bringt ein negatives Unternehmensergebnis von 19,7 Milliarden Schilling mit.

Das Münchener Medienunternehmen EM.TV & Merchandising AG beschließt ein turbulentes Geschäftsjahr mit einer tiefroten Bilanz. Nach der monatelangen Übernahmenschlacht und dem Köpferollen im Vorstand muss Thomas Haffa, CEO von EM.TV, nun ein negatives, vorläufiges Betriebsergebnis 2000 vorlegen.

Das nunmehrige zur Kirch-Gruppe gehörende Unternehmen legt "vor dem Hintergrund, dass sämtliche Belastungen eingearbeitet wurden" ein Konzern-Ergebnis von minus 19,7 Milliarden Schilling vor. Jenes der AG liegt mit minus 19 Milliarden Schilling nur knapp dahinter. Rolf Rickmeyer, CFO, rechnet mit einem Konzernumsatz von 9,2 Milliarden Schilling und einem AG-Umsatz von 1,3 Milliarden Schilling. Rickmeyer führt als Faktoren für dieses Ergebnis die weltweit veränderten Marktbedingungen "insbesondere in der Medienbranche und dem damit verbundenen Methodenwechsel in der Bewertung sowie die konsequente Anwendungen des Vorsichtsprinzips" an.




EM.TV verfügt, laut Rickmeyer, derzeit über ein Eigenkapital von rund zehn Milliarden Schilling. Ausserdem konnte das Unternehmen bis zum 30. März 2001 seine Bankverbindlichkeiten von ebenfalls zehn Milliarden Schilling auf 1,7 Milliarden Schilling herunterbremsen. (tl)

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