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Microsoft: Computerherstellern dürfen nun Windows-Desktop verändern

Als Reaktion auf das Urteil des US-Berufungsgerichtshofes vom 28. Juni lockert der Software-Riese seine Lizenzpolitik. In das neue Windows XP sollen Verknüpfungen zu Konkurrenzsoftware nun leichter möglich sein.

In den früheren Lizenzbedingungen hat es Microsoft den Rechnerherstellern noch untersagt, die Oberfläche des Betriebssystems Windows zu verändern. Als Reaktion auf das Urteil des US-Berufungsgerichtshofes vom 28. Juli erlaubt es der Softwareriese nun, dass die Computerhersteller selbst entscheiden können, welche Programmverknüpfungen auf dem Windows-Desktop der ausgelieferten PCs zu sehen sind und welche nicht. Die gelockerte Lizenzpolitik wird mit dem neuen Windows XP wirksam, das ab 25. Oktober dieses Jahres in den Verkaufsregalen stehen soll.


"Wir haben anerkannt, dass einige Bestimmungen in der Windows-Lizenz vom Gericht beanstandet wurden, deshalb geben wir den Herstellern jetzt größere Flexibilität", so Microsoft CEO Steve Ballmer. Das Berufungsgericht hatte die im Vorjahr von Richter Jackson Penfield angeordnete Aufspaltung des Microsoft-Konzerns am 28. Juni abgewendet. Die Berufungsinstanz wies jedoch darauf hin, dass einige Vorwürfe – nämlich die Ausnutzung der vorherrschenden Stellung des Betriebssystems Windows – gerechtfertigt sind.

(rs)

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