Michael Fleischhacker: "Ich bin ein echter Qu...
 

Michael Fleischhacker: "Ich bin ein echter Quoten-Fetischist"

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Michael Fleischhacker waehrend ServusTV's "Talk im Hangar-7" am 01. September 2016 im Hangar-7 in Salzburg, Oesterreich.
Michael Fleischhacker waehrend ServusTV's "Talk im Hangar-7" am 01. September 2016 im Hangar-7 in Salzburg, Oesterreich.

Michael Fleischhacker intensiviert seinen Job bei ServusTV. Im Interview spricht er über seinen Talk, seine Vision von Qualität, den ORF – und warum er die Chefredaktion von NZZ.at abgibt.

HORIZONT: Was unterscheidet Michael Fleischhacker als klassischen Journalisten von Michael Fleischhacker als Talkmaster?
Fleischhacker: Meine bisherige berufliche Entwicklung war ja eher als Abfolge von hochfrequenten Äußerungen zugespitzter Meinungen angelegt. Das ist das, was man als Gastgeber einer Talkshow nicht tut. Als Gastgeber ist man eher in einer Dienstleistungsrolle. Das Opiniatoren-Tum, das ich aus 25 Jahren Beruf mitgebracht habe, spielt hier eine relativ geringe Rolle. Die spezifische Eigenschaft, relativ schnell, relativ hart und sehr zugespitzt eigene Überzeugungen auszuspeichern, ist hier nicht so gefragt. Hier geht es darum, schnell und geistesgegenwärtig Fragen zu stellen. Das ist der größte Unterschied.

Das ist für Sie also schon auch das bewusste Einnehmen einer völlig anderen Rolle?
Ja, diese Rolle muss man wollen – und sie interessiert mich, weil es spannend ist zu schauen was auf der Seite der Welt los ist, auf der man selbst nicht ist.

Was macht den Reiz Servus TV für Sie aus?
Das bewegte Bild ist nach wie vor das mächtigste Medium, das wir kennen. Somit ist es besonders interessant, in dieser zugespitzten aufmerksamkeitsökonomischen Auseinandersetzung zu agieren. Und der Livecharakter reizt mich. 

Sie brauchen das Arena-Feeling?
Das ist schon auch eine sportliche Herausforderung. Dazusitzen und an einem Nachmittag eine nette Idee für ein Wortspiel für eine Headline zu haben, ist etwas anderes als in der Situation am Punkt sein zu müssen. Live ist einfach eine Herausforderung.

Sie haben die Aufmerksamkeits-Ökonomie angesprochen. Studien zeigen, dass die Aufmerksamkeit immer mehr durchbrochen wird und die Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen, geringer wird. Wie bestreiten sie diesen Tiefgang?
Zuerst einmal muss man sagen, dass es keine Ausreden gibt, es arbeiten alle unter den gleichen Bedingungen. Bei einer 50-minütigen Talksendung ist man mit zehn Minuten Verweildauer schon ziemlich gut am oberen Ende des Spektrums dabei. Das sind die Gegebenheiten. Für die qualitative Einschätzung eines solchen Formats ist die Verweildauer meiner Meinung nach die gewichtigste Kennzahl: Gelingt es, mit einem Thema in der Zielgruppe möglichst lange zu überzeugen? Das ist die unbestechlichste Zahl.

Wie wichtig ist ein tiefgehender Talk als Gegenpol zu kleinen medialen Häppchen in einer Zeit die sehr ungewiss ist, in der viel Verunsicherung herrscht? 
Es ist aus zwei Gründen wirklich wichtig: Der eine ist, dass das Gespräch nach wie vor das Format ist, in dem wir uns alle wirklich verständigen. In der Frage ‚Wie bilde ich mir meine Meinung?‘ wird ein Großteil aus konkreter Lebenserfahrung heraus sagen: ‚Im Gespräch‘. Es ist wohl auch kein Zufall, dass die momentan gängigsten Kommunikationsformen auch im digitalen Bereich dem Gespräch nachgeahmt sind. Whatsapp-Chats und so weiter sind technisch hoch elaboriert und dem gesprochenen Wort nachgemacht. Offenbar gibt es also ganz tief in uns drinnen einen Sinn dafür, dass das, was wirklich zählt, sich aus dem Gespräch ergibt. Daher finde ich einen Talk so wichtig. Zweitens herrscht Wettbewerb: Wir haben als Talkshow eine wichtige demokratiepolitisch Rolle und zugleich eine Chance im Markt, indem wir so ein Format in totaler Unabhängigkeit anbieten. Wir müssen nicht Rücksicht nehmen auf Parteien, die uns dorthin gebracht haben, wo wir agieren. Wir müssen nicht bei jedem Thema von jeder großen Partei zumindest den jeweiligen Bereichssprecher einladen. Wir können uns überlegen, was an dem jeweiligen Thema für den Seher interessant sein könnte.

Ist das eine andere Form der Ausgewogenheit?
Es ist eine Ausgewogenheit, die nicht darauf beruht, möglichst viele parteiische Menschen zu Wort kommen zu lassen. Beim ORF ist Ausgewogenheit eine Art Gleichgewicht des Schreckens. Bei uns ist es das Ergebnis eines redaktionsinternen Prozesses, an dessen Ende wir eine Idee davon haben, wie ein Thema optimal besetzt ist. Egal ob da drei Rechte, vier Linke oder sonst wer sitzt.

Sie laden Leute mit aktiver parteipolitischer Funktion nicht ein. Wie sinnvoll ist es ein Thema zu diskutieren, ohne wen in der Runde zu  haben der unmittelbar verantwortlich ist?
Es ist nicht immer einfach. Festnageln finde ich für ein Gesprächsformat aber ohnehin nicht geeignet, sondern das funktioniert klassisch in einem harten Zweiergespräch besser. Genau das wäre ja das Problem, wenn eben ein Talkformat zu einer Serie von Einzelinterviews verkommt. Ein Talk ist ein ergebnisoffenes Gespräch – ganz anders als ein Interview, wo ich vorab weiß, was ich aus der Person heraus kitzeln will. Das merkt auch der Zuseher. Ein Gespräch kennzeichnet sich dadurch, dass man schaut wohin es sich entwickelt. Natürlich hat man Themen im Kopf, aber das Interesse, tatsächlich etwas zu erfahren womit ich nicht gerechnet habe oder was ich noch nicht gewusst habe, das macht eine angenehme Gesprächssituation aus. 

Also das Unerwartete?
Unerwartet und wirklich ergebnisoffen. Ich will nicht der ganzen Welt beweisen, dass der der ist, der er immer war, sondern ich würde auch gerne sehen, was der noch ist.

Sie sind ja nun intensiver in die Sendung eingebunden. Was ist der Auftrag an sie, was die Zielsetzung für den Talk?
Die intensivere Arbeit zwischen der Redaktion und nur mehr einem Moderator hat natürlich das Ziel, die Quote zu verbessern. Quote ist bei Medien nichts Böses, sondern das Ziel. Man muss in dem Zielpublikum, das man für sich definiert, möglichst viele erreichen. Da gibt es aber keine fix definierte Zahl.

Aber sie werden ja für sich Überlegungen angestellt haben?
Ja. Meine erste Überlegung ist, dass ich besser werden möchte. Ich glaube, wenn das so ist, werden es auch mehr Leute sehen wollen. Aber ich definiere das nicht über eine Zahl.

Wie selbstkritisch sind Sie?
Ich hoffe ausreichend. Ich mache das seit zwei Jahren und denke, dass ich einiges gelernt habe, was mir auch in anderen Situationen meines Berufslebens sehr zu Gute kommt. Darüber bin ich auch wirklich froh. Diese Live-Erfahrung vor der Kamera ist eine wahnsinnig gute Schule. Jeder, der vor einem größeren Publikum agiert, bringt eine gewisse Nervosität mit sich – zwei Jahre regelmäßige Liveerfahrung töten das relativ gründlich. In vielen anderen Situationen meines Lebens, etwa bei anderen Moderationen, profitiere ich davon. Aber ich sehe schon sehr spezifische Aspekte, in denen ich als Moderator überhaupt nicht perfekt bin.

Die wären?
Wenn ich merke, dass das Gespräch nicht so fließt wie ich es mir vorstelle, gehe ich stärker hinein benehme mich wie ein Gast, der auch zeigen will, was er alles weiß. Das ist ganz schlecht. Ich tue mir auch noch relativ schwer mit harten Unterbrechungen. Da habe ich noch nicht den Nerv, Gäste höflich aber auch ausreichend bestimmt zu stoppen.  Das dritte ist, dass sich mein Schreibstil oft auf meinen Redestil überträgt, ich zu kompliziert spreche. Viele Leute haben das Problem, dass sie schneller reden als sie denken. Ich habe das umgekehrte Problem schneller zu denken als zu reden – dadurch oft schon beim nächsten Gedanken bin und es nicht schaffe, sehr konsequent knapp und kurz Dinge zusammenzufassen.

Weiters agieren Sie auch als deklarierter Experte mit Meinung bei Wahlsendungen auf Servus TV. Wie bekommen Sie diese beiden Rollen getrennt?
Die Rollen zu trennen ist kein Problem, solange es nicht in derselben Strecke im Programm stattfindet. Kommentator und Analytiker zu sein und gleich anschließend nahtlos Gastgeber eines Talks sein, das ist nicht sinnvoll. Das ist auch für den Zuseher nur schwer nachvollziehbar. Aber in verschiedenen Sendungen ist das kein Problem.

Spielt es für Sie im Kopf eine Rolle zu wissen, dass sie von tausenden Menschen beobachtet werden? Oder können sie das komplett ausblenden?
Als ich angefangen habe hier zu moderieren, war noch Publikum im Saal. Das beeinflusst weitaus mehr, weil es sofort wahrnehmbar ist. Das ist ablenkender als die Vorstellung, dass da hinter der Kamera ein paar Zehntausende zusehen.

Das heißt sie würden auch nicht anders moderieren, wäre es ein Millionenpublikum vor dem TV?
Doch, ich würde anders moderieren, denn um ein Millionenpublikum zu erreichen müsste ich noch viel besser moderieren als aktuell (schmunzelt). Aber wenn ich mal so gut bin und Millionen erreiche, würde mir das auch nicht mehr auffallen (lacht). 

Spüren Sie, dass das was sie in der Sendung an Inhalten erarbeiten, bei den Sehern ankommt? Erhalten sie Feedback?
Socken, Bart, und so weiter – also wie so oft werden zuerst Äußerlichkeiten kritisiert. Fernsehen ist ja auf eine gewisse Art und Weise ein oberflächliches Medium. Ansonsten sind die meisten Rückmeldungen tatsächlich auf das Thema bezogen: ob man fair und ausgewogen war, ob man versucht hat die Runde oder einzelne Personen in eine Richtung zu drängen, nämlich die eigene ideologische Richtung…

…die ja bei Ihnen durchaus bekannt ist…
Genau. Diese Position hat auch den Vorteil, dass sie zu dem was ideologisch handelsüblich ist, nämlich sehr rechts oder sehr links, ziemlich äquidistant ist. Wenn man selbst einer sehr orthodoxen liberalen Ideologie anhängt, hat das schon seine Vorteile in solch einer Rolle, weil man letztendlich zu den üblichen Extremen ungefähr gleich weit entfernt ist.

Ist diese Form der Transparenz zweckdienlich? Der Seher weiß, Michael Fleischhacker steht für genau diese Position und muss sich nicht im Kopf zusammenspinnen, warum er etwas so gesagt hat?
Ich finde das OK. Ich fühle mich auch wohl in der Rolle. In den meisten Gesprächen merke ich, dass es sehr angenehm ist tatsächlich allen gegenüber offen sein zu können, eben weil man sich niemanden ideologisch verpflichtet fühlt.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Fleischhacker über Qualitätsjournalismus in Österreich und warum er die Chefredaktion der NZZ.at abgibt

Wäre so ein Talk, der von einem Mäzen finanziert wird, der auf solche Sendungen Wert legt, auf einem anderen Sender möglich?
Es wäre anderswo nicht möglich, weil es anderswo keinen Eigentümer gibt, der dieses Qualitätsbewusstsein und diesen Qualitätsfanatismus hat.

Wie beurteilen sie den TV-Qualitätsjournalismus in Österreich?
Ich bin kein Richter, Urteil habe ich keines. Meine Einschätzung ist, dass de facto weiterhin ein öffentlich-rechtliches Monopol vorherrscht, das den kleinen Rest an Markt, den es da noch gibt, prägt. Dieser Umstand prägt Nachrichtensendungen und politischen Talk, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk parteienproporzmäßig durchwirkt sind. Im einzig regelmäßigen politischen Talk des ORF ist es der Normalfall, dass jeder politische Klub jemand hinschickt. Das ist selbst für einen kleinen Markt wie Österreich ungewöhnlich. Das macht die Lücke auf für regelmäßige Formate in anderen Sendern, die aber auch spärlich gesäht sind. (denkt kurz nach) Eigentlich sind wir die einzige klassische wöchentliche Talksendung mit gewisser Themenvielfalt und verlässlicher Gesprächssituation. 

Schielen Sie manchmal neidisch nach Deutschland, wo es ein weitaus größeres Spektrum an Diskussionssendung gibt?
Ja, aber das ist ein kulturelles Phänomen. Einerseits hat es dort viel früher privates Fernsehen gegeben, zweitens hat das Gespräch als normale Form der Verständigung in Deutschland eine andere Tradition als bei uns, wo eigentlich die Kanzelpredigt die Tradition prägt. Bei uns ist ja eher Verkündigungsfernsehen angesagt. Das Demokratie auch Gespräch heißt, hat sich bis zu uns noch nicht ganz herumgesprochen.

Demokratie bräuchte also mehr Gespräch?
Schon, und zwar eines, das ergebnisoffen und schonungslos ist. Wir haben im Öffentlich-Rechtlichen meistens Gespräche, die das nicht sind; wo das Ergebnis schon feststeht, sehr freundlich, samtpfötig.

Ist Ergebnisoffenheit etwas, das der Seher versteht, kein finales Resultat vorgelegt zu bekommen?
Das weiß ich nicht. Das würde ich vom Seher auch gerne wissen. Möchtest du eine Lösung bekommen oder ratlos auf einem höheren Niveau die Sendung beschließen? All diese Diskussionen, die wir über konstruktiven Journalismus führen, führen dahin, dass der Konsument nicht nur mit Problemen, sondern auch mit Lösungen konfrontiert werden will.

Wie intensiv sind Sie nun eigentlich im Sender verankert? Sie haben ja mit NZZ.at noch eine andere Tätigkeit – wenn auch nicht mehr in der Rolle des Chefredakteurs.
Ich bin eineinhalb Tage pro Woche hier in Salzburg. Für NZZ.at werde ich weiterhin regelmäßig Kolumnen schreiben, wie bisher meinen Samstag-Newsletter veröffentlichen und Clubabende moderieren.  

Inwiefern berührt das TV-Engagement jenes bei NZZ.at?
Es berührt schon. Damit ich das machen kann, habe ich meine vertragliche Verpflichtung bei NZZ.at reduziert. Das war möglich, weil wir ja einige Agenden von Zürich aus erledigen; insofern hat sich das auch ganz gut getroffen. 

Sie haben vor einigen Wochen gemeint das ist nicht der Anfang vom Ende bei NZZ.at.
Das war ohnehin falsch verstanden, denn es war bezogen auf meine Person: dass eben mein Engagement bei Servus nicht mein Ende bei NZZ.at bedeutet. Und auch nicht das Ende von NZZ.at an sich, da bin ich mir sicher. Abgesehen davon bin ich nicht autorisiert das zu sagen, das liegt nicht in meiner Verantwortung, das müssen Sie Veit Dengler fragen. Die Frage war damals darauf bezogen, ob ich in absehbarer Zeit zu 100% bei ServusTV sein werde.

…und das wird nicht der Fall sein?
Korrekt, das wird nicht der Fall sein.

Wie schwierig gestaltet sich das Projekt NZZ.at nach wie vor?
Es ist wirtschaftlich schwierig, weil es bezahlte Inhalte in einem gratisverseuchten Markt wie Österreich besonders schwierig haben. Darum haben wir auch reagiert und beschlossen, möglichst viel in der Zentrale in Zürich zu machen, um unsere Kostenstruktur zu verkleinern und gleichzeitig mehr internationale Inhalte anbieten zu können. Mit den strukturellen Änderungen, die wir getätigt haben glaube ich, dass das eine mittel- bis langfristige Zukunft hat. Überhaupt nicht schwierig und sehr erfreulich ist es, wenn ich sehe, dass es gelungen ist, nicht mit etablierten Stars, sondern mit jungen Leute angetreten zu sein und sich als Medienmarke und publizistisches Produkt ins Zentrum gearbeitet zu haben. Viele sagen: ‚Gut, dass es NZZ.at gibt‘.

Da agieren Sie aber in einer sehr elitären Schicht, die das immer wieder lobt. Sie machen guten Journalismus für sehr wenig Publikum. Ist das manchmal deprimierend?
Überhaupt nicht. Es war völlig klar, dass wir ein Zielgruppen-Medium sind. Wenn mich deprimieren würde, dass ich bei einem Zielgruppen-Medium nur die Zielgruppe erreiche…(runzelt die Stirn). Ich habe immer ein gewisses Faible für die Masse gehabt, ich habe keine Angst vor der Masse, ich mag sie und ich habe auch keine Hemmungen, für sie etwas zu tun. Ich bin glaube ich ausreichend mit populistischen Genen ausgestattet. Ich bin sogar ein echter Quoten- und Reichweiten-Fetischist. Es geht immer nur um Reichweite, aber eben um Reichweite in der Zielgruppe. Meine Reichweite ist gut, wenn ich in einer Zielgruppe von zehn Personen acht erreiche. Reichweite heißt Reichweite in der Zielgruppe. Das ist der essentiellste Satz für die Diskussion darüber,  ob Quote gut oder böse ist. 

Das heißt wie viele tausend in ihrer Zielgruppe erreichen sie jetzt mit NZZ.at tatsächlich?
Sie wissen doch, Zahlen…(schmunzelt und winkt mit den Händen ab)

Zurück zu Servus TV und den Talk: Wie lange möchten Sie das denn machen?
Es ist in wechselseitiger Abmachung unbefristet.

Man hat aus Ihren Schilderungen heraus das Gefühl, Sie haben sehr viel Spaß am Fernsehen?
Ich liebe es.

Was ist ihr letzter Gedanke bevor sie in eine Livesendung gehen?
Das habe ich mir noch nie überlegt…(denkt lange nach)…eigentlich ist der letzte Gedanke immer ein Wunsch. Ich habe ja den Regisseur im Ohr, und bevor wir starten sagt er noch ‚Schöne Sendung‘. Und ich antworte immer ‚Dir auch‘. Das ist wie, wie wenn man jemandem ‚Schönen Urlaub‘ oder ‚Viel Spaß‘ wünscht, es hat beinahe etwas Freizeithaftes. Ich bin im Laufe meiner beruflichen Entwicklung ein dressiertes Bühnentier geworden. Ich mag die Bühne, das bereitet mir irrsinnig Spaß.

Zur Person
Michael Fleischhacker, geboren 1969, studierte Theologie, klassische Philologie und Germanistik. Seine journalistische Karriere begann bei der Kleinen Zeitung. 2000 folgte der Wechsel zum Standard, 2002 zur Presse, wo er von 2004 bis 2012 Chefredakteur war. Seit 2014 moderiert Fleischhacker den Talk im Hangar-7 auf ServusTV. 2014 startete er den Aufbau von NZZ.at, den Chefredakteur gab er nun ab. Der Talk im Hangar 7 ist immer Donnerstags um 22.15 Uhr auf ServusTV zu sehen.
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