Meteodata stellt Konkursantrag
 

Meteodata stellt Konkursantrag

Der Wetterinformationsdienstleister Meteodata hat Antrag auf die Eröffnung des Konkurses gestellt.

Der oberösterreichische Wetterinformationsdienstleister Meteodata Wetteranalysen GmbH hat Konkursantrag gestellt. Die Bankrott-Erklärung erfolgte als Ergebnis eines zum Jahresende verlorenen, paradigmatischen Urheberrechtsprozess. Meteodata hatte wegen Deeplinkens und Framens geklagt. Das beklagte Unternehmen hatte im Frame der eigenen Homepage auf die Wetterkarten von Meteodata verlinkt. Der Oberste Gerichtshof hatte diese Praxis als keine Verletzung des Urheberrechts anerkannt, da Wetterkarten keine originären Erzeugnisse wären, die explizit eines entsprechenden Schutzes bedürften.



Ergebnis des Urteils ist, dass Meteodata einerseits auf offenen Forderungen in der Höhe von sechs Millionen Euro uneinbringlich werden und andererseits, dass Unternehmen, die die Nutzung der Meteodata-Karten bereits bezahlt hatten ihr Geld zurückfordern oder ihre Zahlungen sofort einstellten. Meteodata wurde 1998 gegründet und hat in der Vergangenheit verlinkenden oder framende Unternehmen ohne zu Zaudern Rechnungen gestellt und unter Hinweis auf Urheberrechtsverletzungen mit Klagen gedroht.



(tl)

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