Medienwächter schauen n-tv und N24 auf die Fi...
 

Medienwächter schauen n-tv und N24 auf die Finger

Die deutschen Medienwächter prüfen, ob sie wegen eines Mercedes-Beitrages ein Verfahren gegen die Nachrichtensender n-tv und N24 einleiten sollen.

Zwei Sendungen der Nachrichtensender n-tv und N24 nimmt die Kommission Werbung/Recht/Europa der deutschen Landesmedienanstalten derzeit gerade unter die Lupe. Den Medienwächtern gefällt ganz und gar nicht, dass sich die beiden News-Sender etwas zu ausführlich der Präsentation des neuen Mercedes SL Roadster gewidmet hatten. Als Konzern-Chef Jürgen Hubbert bei dessen Vorstellung die Vorzüge des neuen Modells pries, blieb N24 35 Minuten, n-tv sogar 45 Minuten auf Sendung. Nun überprüfen die Medienwächter, ob eine Verletzung des Trennungsgebotes zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten vorliegt.



Sollte der Ausschuss der Landesmedienanstalten zu dem Urteil kommen, dass das Trennungsgebot tatsächlich verletzt wurde, droht den Sender ein Bußgeld. Auf n-tv liefen rund um die Trailer, die eigentlich eine Werbesendung, aber nicht als solche gekennzeichnet waren, sogar noch Mercedes-Werbespots. Als die Sendung am Abend ein weiteres Mal ausgestrahlt wurde, hat n-tv in der linken Bildschirmecke schon deutlich den Vermerk "Werbung" platziert. Auch N24 steht wegen einer ähnlichen nicht als "Werbung" gekennzeichneten Sendung auf dem Prüfstand der Medienbehörde. (as)

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