Medienunternehmen warnen vor zunehmender Gewa...
 

Medienunternehmen warnen vor zunehmender Gewalt gegen Journalisten

Appell an UN-Sicherheitsrat - "Sind tief besorgt" - Resolution aus 2006 führte zu keiner Verbesserung

Sieben international arbeitende Medienunternehmen warnen vor einer weltweit eskalierenden Gewalt gegen Journalisten. In einer gemeinsamen Erklärung appellieren sie an den Sicherheitsrat der Vereinen Nationen, aktiv zu werden, um ein dauerhaftes Bewusstsein für die Tragweite des Problems zu schaffen.

"Wir sind tief besorgt, weil die Zahl und die Intensität der Gewaltakte gegen Journalisten in einigen Teilen der Welt zunehmen", heißt es in der am Freitag in Bonn veröffentlichten Erklärung. Weltweit seien in diesem Jahr 60 Journalisten, Blogger und Bürgerjournalisten getötet und 340 inhaftiert worden.

Allein in diesem Monat seien zwei französische Journalisten von Radio France International in Mali getötet worden. In diesem Jahr seien zudem sechs Journalisten in Ägypten, acht in Syrien, weitere zwölf in Somalia und Pakistan sowie zwei in Mexiko ums Leben gekommen. Im Jemen würden vermehrt Journalisten verhaftet und geschlagen.

Die Unternehmen sorgen sich zudem, dass die 2006 beschlossene UN-Resolution 1736 zu keiner Verbesserung der Lage geführt hat. Darin werden Staaten gemahnt, dass Angriffe gegen Journalisten als Zivilisten in Konfliktsituationen als Kriegsverbrechen gelten sollen und dass alle Staaten dazu verpflichtet sind, solche Taten zu untersuchen und zu verfolgen.

Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören die australische ABC, die britische BBC, das amerikanische Broadcasting Board of Governers, die Deutsche Welle, die französische France Medias Monde, die japanische NHK sowie der niederländische Auslandssender RNW.

(APA/dpa)
stats