Medientransparenzdaten : Öffentliche Hand war...
 
Medientransparenzdaten

Öffentliche Hand warb im ersten Quartel 2020 um rund 40,9 Millionen Euro

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Um etwa fünf Millionen Euro mehr als im Vergleichszeitraum 2019, elf Millionen Euro gingen an Boulevardzeitungen.

Die öffentlichen Stellen haben im ersten Quartal 2020 rund 40,9 Millionen Euro für Werbung in Medien ausgegeben, wie aus den am Montag von der RTR veröffentlichten Medientransparenzdaten hervorgeht. Das sind um etwa fünf Millionen Euro mehr als im Vergleichszeitraum 2019. Rund 11 Millionen Euro davon gingen an die Boulevardzeitungen, rund 2,3 Millionen an Google und Facebook.

Die Bundesregierung warb von Jänner bis März 2020 um rund 7,9 Millionen Euro - deutlich mehr als im Vergleichszeitraum der vergangenen Jahre. Am meisten investierte das Bundeskanzleramt. Mit rund 2,7 Millionen Euro gab es rund vier mal so viel aus wie im ersten Quartal 2019 (rund 686.000 Euro). Dahinter folgte das Finanzministerium mit 2,2 Millionen Euro.


Die Stadt Wien wendete rund 5,2 Millionen Euro auf. Rechnet man ihre Beteiligungen dazu, steigt die Summe auf 6,6 Millionen. Unter den Bundesfirmen waren die ÖBB (rund 1,2 Millionen Euro) und die Post (rund 1,1 Millionen Euro) die größten Inserenten.

11 Millionen an Boulevardmedien

Ein großer Brocken ging mit rund 11,3 Millionen Euro wie immer an die Boulevardmedien. Rund 5,7 Millionen Euro erhielt die Kronen Zeitung (inklusive online und Kronehit), wobei rund 1,5 Millionen Euro davon von der Bundesregierung und rund 855.000 Euro von der Stadt Wien kamen. Insgesamt rund 2,7 Millionen gingen an Österreich (inklusive "oe24.at" und "oe24.tv"), davon kamen rund 762.000 Euro von der Bundesregierung und 695.000 von der Stadt Wien. Weitere 2,9 Millionen flossen insgesamt an Heute (inklusive Online-Ausgabe und netdoktor.at). Für den ORF gab es rund 4 Millionen Euro.

Auch in die von der österreichischen Medienpolitik gerne gescholtenen internationalen Plattformen investierten Bund, Länder, Gemeinden und staatsnahe Unternehmen wieder kräftig. Für Google-Werbung (inklusive YouTube) wurden 1,6 Millionen Euro ausgegeben. Rund 711.000 Euro erhielten Facebook und Instagram.

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