Medienkooperationen zwischen Faymann und ÖBB
 

Medienkooperationen zwischen Faymann und ÖBB

Das Magazin "profil" veröffentlichte Daten zur "Medienkooperation" der ÖBB, in denen Minister Faymann ausführlich gefeatured wird.

Die starke Präsenz von Verkehrsminister und SPÖ-Chef Werner Faymann in einigen (Print-)Medien sorgt immer wieder für Spott und Kritik. Beliebte Zielscheibe: "Medienkooperation" der ÖBB, in denen auch der Minister ausführlich gefeatured wird. Laut "profil" zahlte die ÖBB-Holding im Jahr 2007 zumindest zwei Millionen Euro dafür - 500.000 Euro, zuzüglich fünf Prozent Werbeabgabe und 20 Prozent Mehrwertsteuer, allein für Einschaltungen in der "Kronen Zeitung". 



Ebenfalls im September sei ein weiterer Antrag vorgelegt worden, den "profil" ebenfalls teilweise abdruckt: Es geht um "Medienkooperationen über das Verkehrsministerium (BMVIT)", wobei für Kooperationen mit "Österreich" rund 470.000 Euro beantragt wurden, für eine "Promotion-Serie ÖBB" in "Heute" rund 335.100 Euro und für Aktivitäten mit "Vorarlberger Nachrichten, "Kleine Zeitung", "News" und "Live" zwischen rund 118.00 und 189.000 Euro.



Dass sich die Auswahl daran orientiert, dass Faymann zu einigen der Zeitungen ein Naheverhältnis nachgesagt wird, weist man bei den ÖBB zurück. Die Auswahl erfolge zielgruppenspezifisch, betont Konzernsprecher Walter Sattlberger: "Wir kennen unsere Pendler und Zugfahrer." Er hält zudem fest, dass die Initiative zu den Kampagnen von den ÖBB und nicht vom Ministerium gekommen sei. "Wir haben uns zwar mit dem Eigentümer, dem Ministerium, abgestimmt. Aber das sind unsere eigenen Kampagnen." Was auch Faymanns Sprecherin betont: "Die ÖBB machen eigenständig Kampagnen. Das hat mit dem Ministerium gar nichts zu tun."


Unsere Mediaagentur Mediacom hat uns voriges Jahr, noch bevor Faymann Minister geworden ist, eine Medienkooperation mit der 'Krone' vorgeschlagen, weil wir auf diese Weise die Bahnfahrer und Pendler am besten erreichen", erklärte Sprecher Alfred Ruhaltinger. Dass Faymann selbst in dieser Kooperation vorkommt, "geht auf einen ÖBB-Vorstandsbeschluss zurück", so Ruhaltinger weiter: "Die ÖBB halten es für die Außenwirkung für vorteilhaft, wenn gezeigt wird, dass der zuständige Minister hinter dem Unternehmen und seinen Angeboten steht." Vorgeschlagen habe die Mediaagentur übrigens eine wöchentliche Frequenz, "tatsächlich ist es alle 14 Tage gelaufen".


(Quelle: APA)

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