Medieninstitut an FH Joanneum mit neuen Lehrg...
 

Medieninstitut an FH Joanneum mit neuen Lehrgängen

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Das Institut hat mittlerweile 210 Studierende
Das Institut hat mittlerweile 210 Studierende

Mit dem neuen berufsbegleitenden Master-Lehrgang "Visuelle Kommunikation und Bildmanagement" begeht das Medieninstitut an der Grazer Fachhochschule Joanneum seinen 15. Geburtstag.

Der neue Lehrgang hat in Österreich ein Alleinstellungsmerkmal und wird im Herbst mit 20 Studienplätzen starten, teilte Institutsleiter Heinz M. Fischer am Freitag bei einer Pressekonferenz in Graz mit. Seit 2002, als mit dem Studiengang "Journalismus und Unternehmenskommunikation" die ersten akademisch ausgebildeten Journalisten Österreichs in den Arbeitsmarkt entlassen wurden, hat sich auf der FH in Graz im Bereich Medien viel getan: Nach der Umstellung 2008 auf "Journalismus und Public Relations" galt es aus den roten Zahlen zu kommen.

Der kaufmännische Geschäftsführer der FH, Günter Riegler, erklärte, dass noch 2010 und 2011 mit nur 75 Studierenden am Medieninstitut kein positiver Deckungsbeitrag zu erzielen war. Das habe sich nun mit mehreren neuen Studien- und Lehrgängen geändert: "Das Institut hat den Turnaround geschafft und nun bald 210 Studierende", meinte Riegler.

Qualität statt Masse

Rektor Karl Peter Pfeiffer betonte, dass am Medieninstitut seit jeher als Quote nicht die Masse, sondern die Qualität galt. Dem Motto blieb man treu, das zeigen auch die Bewerbungen. Der Bachelor-Studiengang "Journalismus und Public Relations" ist sechsfach überbucht, der Master-Studiengang "Content Strategy" doppelt. Nun wolle man noch mehr auf berufsbegleitende Angebote setzen: "Die Studierenden sollten zumindest mit einem, besser noch mit beiden Beinen im Beruf stehen", sagte Fischer.

Neben dem Master-Lehrgang "Public Communications", der seit 2014 angeboten wird, finden ab Herbst zwei weitere neue Lehrgänge, die über Studiengebühren finanziert werden, Einzug in das Angebot des Medieninstituts: "Visuelle Kommunikation und Bildmanagement" und "Technische Dokumentation". Beide sind in Österreich in der Form einzigartig und vor allem "Visuelle Kommunikation und Bildmanagement" soll sich zu einem Hit entwickeln, geht es nach Fischer.

Der Master-Lehrgang über drei Semester richtet sich nach den Anforderungen des visuellen Managements und soll die Kompetenzen für Bilderwelten sowie Visualisierung in Medien und professioneller Kommunikation ausbauen. "Dabei steht weniger das Produzierende, sondern mehr das Analytische und Bewertende im Vordergrund", beschrieb Fischer die Ausrichtung. Die Lehrgangs-Inhalte wurden unter Einbeziehung der Bedürfnisse der Medienhäuser unter Konsultation der APA erarbeitet.

"Technische Dokumentation" ab Herbst

Der Master-Lehrgang "Technische Dokumentation" wird ebenfalls ab Herbst angeboten, dauert ebenfalls drei Semester und bietet 20 Studienplätze. Diese Ausbildung richte sich vor allem an die Wirtschaft und Industrie, wo die Dokumentation von technischen Abläufen oder Produktion sowie verständliche Erklärungen für den Konsumenten immer wichtiger werden. Während die insgesamt 150 Plätze in den Studiengängen des Medieninstituts steuerfinanziert sind, müssen die Kosten für die rund 60 postgradualen Lehrgangs-Plätze von den Studierenden oder deren Arbeitgeber finanziert werden. Die Kosten belaufen sich je nach Lehrgang auf 2.500 bis 3.500 Euro pro Semester.

Seit dem Start des Medieninstituts an der FH Joanneum in Graz haben ab 2006 insgesamt 325 Männer und Frauen den Studiengang abgeschlossen. Erfahrungsgemäß zieht es danach viele in den Bereich Public Relations, doch vereinzelt finden die akademischen Journalisten auch in den großen Medienhäusern Jobs oder machen sich selbstständig, eine von ihnen ist etwa "Hate Speech"-Expertin Ingrid Brodnig. Laut den FH-Geschäftsführern sind deutlich weniger als zwei Prozent der insgesamt rund 12.000 Absolventen der FH Joanneum beim AMS als arbeitslos gemeldet.
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