Medienbehörde: Bewerbungsfrist endet heute
 

Medienbehörde: Bewerbungsfrist endet heute

Fünf Mitglieder werden für das neue Gremium gesucht – Umfangreiches Mitspracherecht beim ORF-Budget.

Am 20. August endet die Frist für Interessenten an den Jobs der fünf Mitglieder der neuen weisungsfreien Medienbehörde. Gesucht werden Vorsitz, dessen Stellvertretung sowie weitere drei Personen, die dem Gremium angehören. Im Oktober soll die Behörde operativ werden.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist wird es Hearings geben, anschließend erstellt die Bundesregierung eine Liste von fünf Mitgliedern, die dem Hauptausschuss des Parlaments vorgelegt wird. Dieser muss die Kandidaten für die neue Medienbehörde absegnen. Bewerben wollen sich dem Vernehmen nach unter anderem Michael Ogris, der schon bisher die Medienbehörde KommAustria geleitet hat, und KommAustria-Mitglied Klaus Kassai.

Laut neuem ORF-Gesetz bekommt die Medienbehörde künftig umfangreiches Mitspracherecht im ORF-Budget. Sie bestimmt unter anderem darüber, ob der ORF die zusätzlichen Gebührengelder ausbezahlt bekommt. Dazu legt der ORF-Generaldirektor vorab ein Strukturkonzept mit einer Rahmenplanung der Einnahmen und Ausgaben vor. Binnen sechs Wochen gibt die Medienbehörde eine Stellungnahme ab, die der ORF-Chef mit einem Strukturkonzept dem Stiftungsrat vorlegt.

Voraussetzung für die Bewerbung sind nebst guten Kenntnissen des österreichischen Medienmarktes und des öffentlich-rechtlichen Rundfunkwesens eine zumindest fünfjährige juristische Berufserfahrung. Weiters wird in der Ausschreibung darauf hingewiesen, dass "ausgezeichnete Kenntnisse des Verwaltungsverfahrens sowie mehrjährige Berufserfahrung in Rechtsbereichen, die zum Vollzugsbereich der Behörde zählen", von Vorteil seien. Die fünf Mitglieder dürfen unter anderem nicht Mitarbeiter der fünf Parlamentsparteien sein. Außerdem dürfen die Mitglieder der Medienbehörde keine Jobs in Regierungsinstitutionen und in Medienunternehmen ausüben.

(Quelle: APA)
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