Medien: Neues Recherecheprojekt gegen Greenwa...
 
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Neues Recherecheprojekt gegen Greenwashing und Podcast zu Konflikten

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Beide Medienprojekte sind im Rahmen dem Journalisten-Kollegs des KfJ entstanden.

Gleich zwei neue Medien-Projekte sind aus dem 29. Journalisten-Kolleg des Kuratorium für Journalistenausbildung (KfJ) entstanden und wurden heute vorgestellt. Einerseits das Projekt "Inspektor Grün", eine Plattform gegen Greenwashing. Andererseits der Podcast "Voices of Conflict".

'Überflieger', 'Wannabes' und 'Blender'

"Inspektor Grün" will Nachhaltigkeitsversprechen österreichischer Unternehmen unter die Lupe nehmen. "Unsere Vision ist es, Konsument:innen dazu zu ermächtigen, Entscheidungen auf Basis fundierter Informationen zu treffen", erklärt Maria Retter, Chefredakteurin von Inspektorin Grün das Ziel der neuen Plattform. Die Online-Plattform will hinter die Kulissen blicken: Was funktioniert bereits gut? Wo besteht noch Nachschärfungsbedarf? Der Nachhaltigkeits-Check erfordert ein klares Prüfverfahren: Inspektorin Grün filtert grüne Versprechen von Unternehmen heraus und untersucht diese auf Basis profunder Recherchen und Gesprächen mit Expertinnen und Experten. Dann fällt das Fazit: Handelt es sich um einen "Reinen Überflieger", einen "Nachhaltigkeits-Wannabe" oder doch um einen "Grünen Blender"?

Zur Zeit ist die Plattform noch ein Prototyp. Das Team - Karoline Ploberger , Tiffany Sima, Klemens Lobnig, Sandra Hinterdorfer, Anna-Maria Roth, Rosa Mestian, Maria Retter und Stefanie Marek - lernte sich im Rahmen des Kollegs kennen. Die Idee wurde im Jänner ursprünglich als Abschlussprojekt im Rahmen eines Seminars zu unternehmerischen Journalismus geboren.

Konflikt-Podcast

Ein 10-köpfiges Team hat sich im Rahmen des Kollegs wiederum für einen neuen Podcast zusammengefunden und sich zum Ziel gesetzt, politische Konflikte durch persönliche Schicksale greifbar zu machen. In der medialen Berichterstattung über politische Konflikte würden meist nur Experten zu Wort, so die Macher. "Voices of Conflict" will den Betroffenen eine Plattform geben, ihre Geschichte zu erzählen.

"In unserem Podcast Voices of Conflicts sprechen wir nicht über, sondern mit Betroffenen politischer Konflikte. Kurze Audiosequenzen mit Hintergrundinfos über das jeweilige Krisengebiet ergänzen die Gespräche. Durch die Lebensgeschichten unserer Interviewpartnerinnen und Interviewpartner erhalten unsere Hörerinnen und Hörer einen neuen Blick auf schwierige politische Situationen", sagt Allegra Mercedes Pirker, Chefredakteurin des Podcasts. Ab dem 25. Juni 2021 sind die drei ersten Folgen über Spotify und www.voicesofconflicts.com abrufbar.Das Team arbeitet unabhängig und derzeit ehrenamtlich.
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