Mediaset raus aus Rennen um "La7"
 

Mediaset raus aus Rennen um "La7"

Interessensserklärung nach Ablauf der Frist eingereicht

Die Mediengesellschaft Mediaset um Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi ist aus dem Rennen um die Übernahme des italienischen TV-Kanals "La 7" ausgeschlossen worden. Mediasets Angebot sei nach Ablauf der Frist eingereicht worden, berichteten italienische Medien am Montag.

Der Kanal gehört der Gruppe Telecom Italia Media, einer TV-Tochter des italienischen Telekomkonzerns Telecom Italia. Dieser trennt sich von seinen Medienaktivitäten, um seine Schulden weiter abzubauen, die ca. 30 Mrd. Euro betragen. Neben "La 7" werden auch der Musikkanal "Mtv Italia", sowie Infrastrukturen für digital-terrestrisches Fernsehen verkauft.

Mediasets Interessenserklärung hatte in Italien für heftige Polemik gesorgt. Das Angebot widerspreche den Kartellregeln, die sowohl in Italien, als auch in ganz Europa gelten, hatte der Ex-Telekommunikationsminister Paolo Gentiloni gewarnt. In Italien sei der Medienpluralismus ernsthaft gefährdet.

Berlusconis Mediaset hatte den Advisors von Telecom Italia, Mediobanca und Citigroup, eine unverbindliche Interessenerklärung für "La 7" eingereicht. Weitere Interessenten sind die Turiner Verlagsgruppe Cairo, sowie der TV-Sender Discovery Channel. Für die von Telecom Italia verkauften TV-Infrastrukturen haben die von Mediaset kontrollierte Gesellschaft Ei Towers, sowie der spanische Konzern Abertis und andere im Infrastrukturenbereich spezialisierte Fonds Interesse gemeldet.

(APA)
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