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MFE plant derzeit keine Übernahme von ProSiebenSat.1

APA/dpa
Italiener halten sich noch zurück
Italiener halten sich noch zurück

Der italienische Fernsehkonzern MFE und ProSiebenSat.1-Großaktionär plant zumindest derzeit kein Übernahmeoffert für die deutsche Senderkette.

"Aktuell haben wir keine derartigen Pläne. Was in einem Jahr ist, wird man dann sehen", sagte MFE-Finanzchef Marco Giordani dem Handelsblatt laut Vorabbericht. Media For Europe (MFE) (früher Mediaset) wird von der Familie des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi kontrolliert und hatte vorige Woche angekündigt, bereits einen Anteil von mehr als 25 Prozent an dem bayerischen Rivalen zu haben. Bei mehr als 30 Prozent müssten die Italiener ein Pflichtangebot an die übrigen ProSieben-Aktionäre unterbreiten.


Zuletzt hatte Reuters von Insidern erfahren, dass dies vorerst als unwahrscheinlich gilt. Bisher ist MFE nicht im Aufsichtsrat von Pro Sieben vertreten. "Möglicherweise lässt sich ein Kandidat finden, den wir auch voll unterstützen", sagte Giordani. Ansonsten könne MFE bis zum 20. April Gegenkandidaten für die Hauptversammlung am 5. Mai aufstellen. "Das wären jedenfalls keine Vertreter aus dem Unternehmen MFE, sondern unabhängige Direktoren mit der richtigen Eignung." Die Italiener wollen die Bayern mehr in ihre europäischen Wachstumspläne einbinden. Lange hatten sich ProSieben-Chef Rainer Beaujean und sein Vorgänger skeptisch geäußert. Bei der Vorlage der Geschäftszahlen 2021 klangen die Töne aus Unterföhring zuletzt etwas konzilianter.

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