Mediaserver: Typisch österreichisch?
 

Mediaserver: Typisch österreichisch?

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Jenseits des HORIZONT.

Die ÖWA ist aus dem Media Server ausgetreten, noch bevor er realisiert wird. Als Grund werden budgetäre Gründe genannt. Das mag zwar sein, denn bislang wurde viel Geld investiert in ein Monster, das nicht recht vom Fleck kommt, ja sich selbst lähmt.

Die Daten der ÖWA wären die einzig relevanten gewesen: Alles andere gab und gibt es schon. Die Unternehmung war von vornherein schwierig, da nicht ein Neubeginn intendiert war, sondern eine typisch österreichische Harmonisierung. Jeder sollte seine gewohnten Messinstrumente einbringen – ein wenig aufgemascherlt durch die Zeitnutzungsstudie –, und dann würde alles in einen großen Server kommen.

Zum Schluss – und das haben die ersten Testergebnisse gezeigt – kommt nur irgendeine Zahl, die keine Media-Profis überzeugen kann, heraus.Keiner tut dem anderen weh. Jeder hat ja noch die eigenen tele- und medientechnischen Zahlen im Talon.Was von vornherein nicht berücksichtigt wurde: Ein Messsystem für On-Demand-Streaming und Programmatic Advertising. Das wollte man offensichtlich vermeiden, oder konnte man operativ nicht lösen.

Und jetzt nicht einmal mehr gemessene Onlinedaten: Unique Clients und anzuweisende Reichweiten. Offensichtlich war die ÖWA den klassischen Medien zu gefährlich und niemand wollte fair vergleichen. Oder Ansätze von radikalen Änderungen durchführen. Jetzt steht man da: Print in der Krise. Der ORF schaumgebremst.

Die wenigen Onlineplattformen reduziert auf die vorhandenen ÖWA-Daten. Netflix, Spotify, Sky und andere werden nicht erfasst, wie übrigens auch nicht die Streaming-Offers anderer Sender.Österreich hat wieder einmal bewiesen, dass wir uns lieber isolieren, mauern und zusehen, wie Kaufkraft abfließt und wir in manchen Datenbeherrschungen weiter zurückfallen.

Von Aufbruchsstimmung in die modernen Total Video Times und Web 4.0 keine Spur. Tu felix austria tuschle. Weiter.
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