Media-Analyse für das 1. Halbjahr 2003 erschi...
 

Media-Analyse für das 1. Halbjahr 2003 erschienen

Die Halbjahres-MA weist den österreichischen Tageszeitungen stabile Reichweiten aus.

Weitgehend stabil ist das Interesse der Leser an den heimischen Tageszeitungen: Laut eben veröffentlichter Daten der Media-Analyse für Jänner bis Juni 2003 kommen die 13 ausgewiesenen Tageszeitungen auf eine gesamte Nettoreichweite von 74,7 Prozent – nach 73,9 Prozent im ersten Halbjahr 2002. Auf dem Tageszeitungsmarkt weist die MA nur leichte Verschiebungen aus: Reichweitensieger ist mit 2,9 Millionen Lesern oder einer Reichweite von 43,1 Prozent wiederum die Kronen Zeitung, gefolgt von der Kleinen Zeitung mit 12,5 Prozent sowie dem Kurier mit 11,5 Prozent Reichweite. 6,0 Prozent Reichweite bescheinigt die Halbjahres-MA dem Standard, Konkurrent Die Presse verliert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum signifikant und fällt von 5,5 auf 4,8 Prozent Reichweite. Ebenfalls signifikant verändert haben sich die Leserzahlen der Neuen Vorarlberger Tageszeitung (1,1 Prozent Reichweite), für die übrigen Tageszeitungen bleibt der Lesermarkt stabil: Die Oberösterreichischen Nachrichten liegen bei 5,4 Prozent, die Tiroler Tageszeitung bei 5,2 Prozent, die Salzburger Nachrichten bei 4,6 Prozent, die Vorarlberger Nachrichten bei 3,2 Prozent, das Wirtschaftsblatt bei 1,3 Prozent und die Neue Kärntner Tageszeitung bei 1,2 Prozent Reichweite. Bei den TV-Supplements schiebt sich Tele mit 40,8 Prozent Reichweite erstmals vor den Konkurrenten TV Woche, der 40,5 Prozent der Österreicher erreicht. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei den illustrierten Wochentiteln liefern sich nach wie vor die Ganze Woche (17,7 Prozent) und News (17,4 Prozent), verloren haben die beiden Nachrichtenmagazine der News-Gruppe: profil kommt nach 8,0 auf 6,9 Prozent Reichweite und liegt damit deutlich vor Format (4,9 Prozent). Leserschwund muss auch der Gewinn hinnehmen - mit 7,0 Prozent erzielt der Monatstitel dennoch eine marginal höhere Reichweite als Konkurrent trend (6,8 Prozent).

Nur mit Vorsicht sind Vergleiche zwischen den aktuellen und den Vorjahresdaten möglich, betont Mag. Petra Roschitz von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen. Denn: 2003 wurden Veränderungen am MA-Fragebogen vorgenommen. Zudem werde nun bei den Reichweitendaten – angepasst an die internationale Norm – der Leser pro Ausgabe (LpA) und nicht mehr der Leser pro Nummer (LpN) ausgewiesen: Während der LpN den via Fragebogen direkt erhobene Reichweitenwert darstellt, sei der LpA eine berechnete Nutzungswahrscheinlichkeit.

Vergleichstabellen und Statements der einzelnen Verlagshäuser lesen Sie in der Print-Ausgabe von Horizont 38/2003, die am 19. September 2003 erscheint.

(jed)

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