Media-Analyse 2006 ist veröffentlicht
 

Media-Analyse 2006 ist veröffentlicht

Die Reichweiten der Printmedien für 2006 liegen vor: signifikante Verluste für Tagespresse und Magazine, stabile Verhältnisse am Wochenzeitungsmarkt.

Die aktuellen Reichweitendaten der heimischen Kauf-Zeitungen und –Magazine liegen vor – und weisen dem Printmarkt signifikant rückläufige Leserzahlen aus. So bußten einige Tageszeitungen teils massiv an Lesern ein, auch einige der Magazintitel wurden 2006 deutlich weniger gelesen, einzig der regionale Wochenzeitungsmarkt präsentiert sich sehr stabil. Allerdings, mahnt der Verein Media-Analyse: Nur mit Vorsicht sind Vergleiche zwischen den aktuellen und den Vorjahresdaten möglich. Denn die Datenerhebung wurde optimiert – in den Bereichen Haushaltsgröße und Berufstätigkeit wird nun anders gewichtet, erklärt MA-Geschäftsführerin Mag. Petra Roschitz.

72,7 Prozent der Österreicher greifen täglich zu einer Tageszeitung, erhob die eben veröffentlichte Media-Analyse für 2006 – in 2005 lasen noch 74,2 Prozent der Österreicher täglich eine Zeitung. Signifikant rückläufig ist daher der tägliche Tageszeitungskonsum der heimischen Bevölkerung: Von den 14 via Media-Analyse erhobenen Tageszeitungen mussten mit „Standard“, „Presse“, „Kurier“, „Kronen Zeitung“ und „Salzburger Nachrichten“ gleich fünf Titel signifikante Leserrückgänge hinnehmen, nur eine Tageszeitung, die „Oberösterreichischen Nachrichten“, konnte ihre Leserschaft signifikant ausbauen, die übrigen regionalen Tageszeitungen sowie das „WirtschaftsBlatt“ bleiben stabil. Reichweitenstärkstes Printmedium des Landes ist, trotz des Leserrückgangs, einmal mehr die „Kronen Zeitung“ mit 43,8 Prozent Reichweite, gefolgt von der Gesamtausgabe der „Kleinen Zeitung“, die ihre Reichweite von 12,2 Prozent erneut halten konnte. Der „Kurier“ liegt mit 9,7 Prozent Reichweite an dritter Stelle der meistgelesenen Tageszeitungen des Landes.

Sehr stabil präsentiert sich der regionale Wochenzeitungsmarkt: Hier gibt es keine signifikanten Leserveränderungen, „Niederösterreichische Nachrichten“, „Niederösterreichische Rundschau“, „Neue bvz“, „BF – Die Burgenlandwoche“, die „Oberösterreichische Rundschau“, „Salzburger Woche“ und „Salzburger Fenster“ konnten allesamt ihre Leserzahlen halten oder leicht ausbauen. Signifikant an Lesern verloren haben unterdessen die beiden Supplements „Freizeit“ und „Tele“. Ebenfalls signifikante Reichweitenrückgänge weist die aktuelle Media-Analyse einigen Wochen- und Monatsmagazinen aus: So gingen die Leserzahlen von „Falter“, „Ganze Woche“, „Sportwoche“, „Geo“, „Gewinn“, „Trend“, „Wiener“, „New Business“, „ORF Nachlese“, „Besser Wohnen“, „Immobilien Magazin“, „Schöner Wohnen“, „Gesundheit“, „Medizin Populär“, „Sportmagazin“, „Reisemagazin“, „Motorradmagazin“, „Universum“, „Welt der Frau“, „Visa Magazin“ und „Freie Fahrt“ signifikant zurück, signifikant gewinnen konnten hier nur das „Seitenblicke Magazin“ und die „Diva“. Das Match um den Titel „meistgelesenes Wochenmagazin“ gewinnt auch 2006 und trotz des Leserschwunds die „Ganze Woche“ mit 14,3 Prozent Reichweite vor „News“ mit 13,7 Prozent Reichweite.

Vergleichstabellen und Statements der einzelnen Verlagshäuser lesen Sie in der Print-Ausgabe von Horizont 14/2007, die am 6. April 2007 erscheint.

(jed)

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