Media-Analyse 2004 veröffentlicht
 

Media-Analyse 2004 veröffentlicht

Die Media-Analyse für 2004 ist aufgrund veränderter Auswertungen nur bedingt mit den Vorjahres-Reichweiten vergleichbar.

73,9 Prozent der Österreicher greifen täglich zu einer Tageszeitung, erhob die eben veröffentlichte Media-Analyse 2004. Ein Jahr davor lasen noch 75,2 Prozent der Österreicher Tageszeitung. Allerdings: Für Tageszeitungen, die nicht an sieben Tagen der Woche erscheinen und für Monatsmagazine, die nicht zwölf Mal jährlich erscheinen kam es zu einer Änderung in der Auswertung. Ergo: Die Reichweiten der betroffenen Medien sind keinesfalls mit Vorjahreszahlen vergleichbar, warnt der Verein Media-Analysen.

Im Tageszeitungbereich sind demnach nur die Reichweiten von "Kronen Zeitung", "Kurier" und "Kleiner Zeitung" mit den Vorjahren vergleichbar. Reichweitenstärkster Titel des Landes ist mit 2,967 Millionen Lesern oder einer stagnativen Reichweite von 43,7 Prozent einmal mehr die "Kronen Zeitung", gefolgt von der ebenfalls stagnierenden "Kleinen Zeitung" mit 12,2 Prozent sowie dem "Kurier" mit 10,3 Prozent Reichweite. Letztere musste im Vergleich zu 2003 einen Rückgang von immerhin 0,9 Prozentpunkten hinnehmen. Unvergleichbar sind die übrigen Tageszeitungen: "Der Standard" kommt nun auf 5,4 Prozent, Konkurrent "Die Presse" auf 4,4 Prozent nationale Reichweite. Die "Oberösterreichischen Nachrichten" liegen bei 5,5 Prozent, die "Tiroler Tageszeitung" bei 5,0 Prozent, die "Salzburger Nachrichten" bei 3,9 Prozent, die "Vorarlberger Nachrichten" bei 3,0 Prozent, das "WirtschaftsBlatt" bei 1,0 Prozent, die "Neue Kärntner Tageszeitung" bei 1,3 Prozent und die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" bei 0,7 Prozent Reichweite. Seit 2001 erstmals wieder ausgewiesen ist das "Neue Volksblatt", welches laut MA 2004 1,0 Prozent der Österreicher erreicht.

Neuzugänge gibt es auch bei den regionalen Wochentiteln: Die "Neue bvz" wurde 2004 erstmals erhoben und kommt auf eine Reichweite von 1,7 Prozent. Reichweitenstärkster regionaler Wochentitel sind die "Niederösterreichischen Nachrichten" mit 10,9 Prozent Reichweite, gefolgt von der "Oberösterreichischen Rundschau" mit 9,6 Prozent Reichweite. Das Match um den Titel "meistgelesenes Wochenmagazin" gewinnt auch 2004 die "Ganze Woche" mit 16,7 Prozent Reichweite vor "News" mit 15,8 Prozent Reichweite. Beide Titel mussten jedoch deutliche Reichweitenverluste hinnehmen. Verloren haben auch die beiden Nachrichtenmagazine der News-Gruppe: "Format" kommt nach 4,5 auf 3,3 Prozent Reichweite, "profil" erreicht nunmehr 6,5 Prozent der österreichischen Leserschaft. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich die beiden Wirtschafts-Monatstitel: Der "Gewinn" erreicht nun 5,9 Prozent der Österreicher, 5,6 Prozent der Österreicher lesen den "trend", der 2003 noch bei 6,7 Prozent Reichweite lag. Nur mit Vorsicht aber sind Vergleiche zwischen den aktuellen und den Vorjahresdaten möglich, betont Mag. Petra Roschitz von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen. Denn: 2004 wurden erneut Veränderungen am MA-Fragebogen vorgenommen, welche die Ergebnisse beeinflussen könnten.

Vergleichstabellen und Statements der einzelnen Verlagshäuser lesen Sie in der Print-Ausgabe von Horizont 14/2005, die am 8. April 2005 erscheint.

(jed)

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